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Pressemitteilungen

26.01.2021

Corona Update 26.01.: 14 neue Fälle - Inzidenzwert bei 108,2 - drei weitere Todesfälle - Schwierigkeiten bei Terminvergabe zur Corona-Impfung: »Kritik wird vor Ort ausgefochten«

Im Kreis Herford sind seit gestern 14 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 6.051 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 424 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 6.580 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 108,2.

Zudem gibt es 3 weitere Todesfälle zu vermelden. Dabei handelt es sich um einen 65-jährigen Mann aus Bünde, einen 82-jährigen Mann aus einem Altenheim in Vlotho sowie eine 90-jährige Frau aus einem Altenheim in Rödinghausen.

Landrat Jürgen Müller wünscht den Angehörigen der Verstorbenen viel Kraft und Zuversicht für die nächste Zeit: „Uns erschüttern jeden Tag die vielen Meldungen und Informationen rund um die Bewältigung der Pandemie. Bei aller Sorge und Angst dürfen wir nicht vergessen, dass wir gemeinsam betroffen sind und genau diese Gemeinsamkeit uns Kraft gibt. Zur Gemeinschaft gehört auch, zusammen zu trauern, zusammen zu erinnern und auch zusammen wieder nach vorn zu blicken“.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (106), Spenge (24), Bünde (64), Löhne (97), Vlotho (40), Enger (18), Rödinghausen (37), Hiddenhausen (23) und Kirchlengern (15).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 105 Todesfälle, wobei 92 an Corona und 13 mit Corona gestorben sind.

 

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 17 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 102 Bewohner*innen/Patient*innen und 50 Beschäftigte infiziert. 14 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

 

Situation in den Krankenhäusern im Kreis Herford

Derzeit werden 48 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 46 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 10 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 9 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

 

Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

In fünf von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei einem Kind und 5 Infektionen beim Kita-Personal.

 

Mehr als 2.700 Personen am Starttag mit Impftermin versorgt – Buchungssysteme überlastet

Nach dem ersten Tag, an dem die über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger des Kreises Herford einen Impftermin vereinbaren konnten, sind bis zum 01. März alle Termine für eine Erstimpfung bereits vergeben. Das bedeutet, mehr als 2.700 Menschen, die über 80 Jahre alt sind, werden bis Anfang März im Impfzentrum mit einer Erstimpfung versorgt.

Für die Erstimpfung hat das Impfzentrum zunächst Impftermine für den Zeitraum vom 08. Februar bis zum 04. April freigeschaltet. Für die Zweitimpfungen können zunächst Termine zwischen dem 01. März und dem 02. Mai vereinbart werden. Insgesamt sind für den genannten Zeitraum im Impfzentrum knapp 15.000 Impftermine freigeschaltet – das bedeutet, dass sich in diesem Zeitraum nach aktuellem Stand gut 7.500 Personen mit einer Erst- und Zweitimpfung versorgen lassen können.

Dabei ist es wichtig zu beachten: Die Zahl der frei geschalteten Termine richtet sich nach der Zahl der vom Land NRW zur Verfügung gestellten Impfdosen.

 

Landrat: „Kritik wird vor Ort ausgefochten

Durch einen großen Ansturm der Impfwilligen waren sowohl die telefonische Anmeldung der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116117 und auch die Online-Anmeldeseite unter www.116117.de am gestrigen Tag stark überlastet. Dadurch sind die Impfwilligen häufig nicht durchgekommen beziehungsweise bekamen im Internet Meldungen wie „kein Impftermin mehr frei“. Zur Klarstellung: Freie Impftermine sind noch vorhanden.

Die Überlastung der Buchungssysteme schaffte eine unruhige Lage und viel Verunsicherung bei den Bürgerinnen und Bürgern. Das führte auch zu einem massiven Anstieg an Anrufen beim Bürgertelefon des Kreises. Viele Anrufer*innen suchten Rat, weil sie am Telefon und im Online-Portal nicht durchkamen. Dabei kam es in den Gesprächen oft zu emotionalen Reaktionen – von Wut bis hin zu Verzweiflung und Traurigkeit. Das komplizierte Online-Anmeldeverfahren ist auch in etlichen Anrufen sehr kritisiert worden.

Am heutigen Tage häufen sich Fragen zur Zweitimpfung – denn der Termin für die zweite Impfung ist erst möglich, nachdem der Termin für die Erstimpfung bestätigt wurde. Auch hier kam es zu Problemen bei der Terminvergabe. Viele Bürgerinnen und Bürger haben am gestrigen Tag nur einen Termin für eine Erstimpfung bekommen und noch nicht für die Zweitimpfung.

Landrat Jürgen Müller findet es äußerst unglücklich, dass so viele Menschen, die dringend einen Impftermin vereinbaren möchten, auf so viele Schwierigkeiten stoßen: „Es sind jetzt insbesondere die älteren Menschen, die sich durch die Impfungen eine neue Lebensqualität versprechen. Sie möchten wieder häufiger ihre Enkel sehen, ihre Kinder sehen oder sich mit ihren Freunden treffen. Für viele dieser Menschen ist es der lang ersehnte Ausweg aus der sozialen Isolation. Es sollte nicht sein, dass diese Hoffnung durch die Schwierigkeiten bei der Terminvergabe auf die Probe gestellt wird“, so der Landrat.

„Die Kreise und kreisfreien Städte informieren die Bürgerinnen und Bürger trotz kurzfristiger und unzureichend durchdachter Planänderungen des Landes so gut es geht. Umso ärgerlicher ist es dann, dass die Kritik an überlasteten Systemen und komplizierten Anmeldevorgängen bei uns vor Ort ausgefochten wird“.