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Pressemitteilungen

23.02.2021

Corona Update 23.02.: 5 neue Fälle - Inzidenzwert liegt bei 57,5 - Einordnung des Infektionsgeschehens - neue Entwicklungen durch britische Mutation

Im Kreis Herford sind seit gestern 5 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 6.899 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 190 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 7.223 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 57,5.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (43), Spenge (23), Bünde (32), Löhne (14), Vlotho (8), Enger (34), Rödinghausen (13), Hiddenhausen (5) und Kirchlengern (18).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 134 Todesfälle, wobei 117 an Corona und 17 mit Corona gestorben sind.

 

Einordnung des Infektionsgeschehens – Wo steckten sich die Infizierten an?

In den vergangenen Tagen ist der Inzidenzwert im Kreis Herford von 39,5 (16.02.) auf 57,5 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich durchschnittlich im niedrigen zweistelligen Bereich. Die meisten Infektionen (31) der letzten Woche wurden am Samstag vermeldet.

Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, sank in der letzten Woche leicht von 594 auf 561– darunter sind 371 Kontaktpersonen. 

Die Ursprünge der Infektionen haben sich nur teilweise geändert. Die größte Veränderung gab es im Bereich der Pflege- und Eingliederungshilfe. Der Anteil der Infektionen stieg hier in der vergangenen Woche von 6 auf 16 Prozent.

Die Ansteckungen im familiären Umfeld und im Freundeskreis veränderten sich hingegen nur unwesentlich. Sie liegen weiterhin bei gut einem Drittel. Ähnlich verhält es sich bei der Quote der Fälle, bei denen die Ursache unbekannt ist. Sie liegt weiterhin bei 27 Prozent. Ein Zehntel der Infizierten steckte sich in der vergangenen Woche auf der Arbeit an. Es befinden sich aktuell drei Reiserückkehrer unter den 190 aktuell bestätigten Corona-Fällen.

 

Situation in den Krankenhäusern im Kreis Herford

Derzeit werden 25 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern behandelt (davon 17 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden 7 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 4 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 10 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 29 Bewohner*innen/Patient*innen und 12 Beschäftigte infiziert. 6 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

In 5 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 7 Kindern und 2 Infektionen beim Kita-Personal.

 

Britische Mutation: 40 Fälle in einer Woche – neue Entwicklung im Infektionsgeschehen

Mittlerweile haben sich 46 Menschen, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben, mit der britischen Mutation des Corona-Virus infiziert. Seit gestern wurden drei weitere Fälle bekannt. Davon ist einer dem Wittekindshof in Enger zuzuordnen.

Die erste bestätigte Infektion mit der britischen Mutation im Kreis Herford wurde am 05. Februar vermeldet. Hierbei handelte es sich um einen Mann aus Kirchlengern. Seitdem sind bis heute 45 weitere Fälle hinzugekommen. Sie machen derzeit rund ein Viertel der aktuellen Infektionen aus.

Die meisten dieser Infektionen stehen im Zusammenhang mit Ausbrüchen in der Spenger Kita „Taka-Tuka-Land“ – insgesamt 14 bestätigte Fälle - sowie in einer Wohneinrichtung des Wittekindshofes in Enger. Dort wurden seit dem Wochenende 18 nachgewiesene Mutationen bekannt. Alle 24 Bewohner*innen des Hauses befinden sich in der Einrichtung in Quarantäne. Alle Kontaktpersonen wurden kontaktiert.

Landrat Jürgen Müller macht die Ausbreitung der britischen Mutation Sorgen: „Mit der Mutation des Corona-Virus gibt es im Infektionsgeschehen bei uns im Kreis – wie auch in ganz Nordrhein-Westfalen und der Bundesrepublik – eine neue Entwicklung.  Wir haben bei uns im Kreis Herford innerhalb von nur einer Woche über 40 bestätigte Neu-Infektionen mit der britischen Variante gehabt. Dass sie sich so schnell ausbreitet – trotz Hygienekonzepten in den betroffenen Einrichtungen – zeigt, wie ansteckend und gefährlich sie ist“.

Das bestätigt auch Norbert Burmann, Sozialdezernent des Kreises Herford: „Wir haben die Entwicklungen sehr genau im Blick. Im Umgang mit der Mutation gelten besonders strenge Maßnahmen, die unser Gesundheitsamt mit den betroffenen Personen und Einrichtungen genau bespricht. So ist beispielsweise eine Freitestung aus der Quarantäne nach 10 Tagen – wie bei einer üblichen Corona-Infektion – nicht möglich. Darüber hinaus wird den Betroffenen dringend geraten, sich nach Entlassung aus der Quarantäne zusätzlich für eine Woche in eine sorgfältige Selbstbeobachtung zu begeben“, so Norbert Burmann.

Der Landrat mahnt angesichts der aktuellen Entwicklungen zur Vorsicht: „Wir müssen alle gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Infektionszahlen in den nächsten Tagen und Wochen nicht immer weiter steigen. Deshalb ist es nach wie vor ungemein wichtig: Halten Sie sich an die Abstands-und Hygieneregeln und seien Sie achtsam. Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen konnten, wird uns das Virus mit den Mutationsvarianten vor weitere Herausforderungen stellen“.