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Pressemitteilungen

04.05.2021

Corona Update Kreis Herford, 04.05.: 45 neue Fälle - Inzidenz bei 160,4 - Infektionsgeschehen - Neue Leitung Impfzentrum - Regelungen für Schwellenwerte

Im Kreis Herford sind seit gestern 45 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Insgesamt sind 10.410 bestätigte Infektionen bekannt. Davon gelten 9.353 als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 891 aktuell bestätigte Fälle. Der Inzidenzwert liegt – laut RKI - bei 160,4.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (341), Spenge (21), Bünde (143), Löhne (156), Vlotho (42), Enger (66), Rödinghausen (16), Hiddenhausen (57) und Kirchlengern (49).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 166 Todesfälle, wobei 146 an Corona und 20 mit Corona gestorben sind. 

 

Einordnung des Infektionsgeschehens

Die Zahl der Neuinfektionen bewegte sich in den letzten sieben Tagen durchschnittlich im höheren zweistelligen Bereich. Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, stieg von 1.957 auf 2.069. Darunter sind 1.178 Kontaktpersonen. Es befinden sich aktuell 11 Reiserückkehrer unter den 891 aktuell bestätigten Corona-Fällen.

 

Die meisten Infektionen mit familiärem Hintergrund

Die meisten Infektionen der vergangenen Woche waren auf das familiäre Umfeld zurückzuführen – hier liegt die Quote bei 55 Prozent. 28 Prozent der Infektionswege sind unbekannt. Der Anteil der Ansteckungen auf der Arbeit liegt bei 8 Prozent.

 

Anteil der Mutationsfälle steigt weiter

Insgesamt haben sich seit Anfang Februar 2.160 Menschen, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben, mit einer Mutationsvariante des Corona-Virus infiziert. Davon sind aktuell noch 649 Menschen infiziert. Bis auf drei Fälle der südafrikanischen Mutation und einen Fall der brasilianischen Mutation handelte es sich dabei um die britische Mutation.

 

Infektionsgeschehen in Ostwestfalen

OWL-weit steht der Kreis Herford mit einem Inzidenzwert von 160 derzeit an dritter Stelle. Von den 6 Kreisen und der kreisfreien Stadt Bielefeld hat Bielefeld mit 179,2 aktuell den höchsten Inzidenzwert. Die niedrigsten Werte haben die Kreise Höxter (74,2) und Paderborn (118,2).

 

Über 87.000 Impfungen im Kreis Herford – über 70.000 Menschen haben bereits eine Erstimpfung

Gesamtimpfungen im Kreis Herford

Im gesamten Kreis Herford wurden bislang (Stand 02.05.) im Impfzentrum, in den Arztpraxen und über mobile Teams insgesamt 87.228 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben im Kreisgebiet 70.174 Menschen bereits eine Erstimpfung erhalten.

60.035 Impfungen (davon 49.093 Erstimpfungen) wurden im Impfzentrum, 13.640 Impfungen (davon 7.760 Erstimpfungen) wurden über mobile Teams sowie 13.553 Impfungen (davon 13.321 Erstimpfungen) in den Arztpraxen durchgeführt.

Genauere Zahlen aus dem Impfzentrum Kreis Herford

Seit Impfstart (08.02.2021) wurden im Impfzentrum des Kreises Herford 60.035 Impfungen durchgeführt (Stand 02.05.). Von den 60.035 Impfungen wurden 43.691 mit dem Impfstoff von BioNTech, 14.246 mit AstraZeneca und 2.098 mit Moderna durchgeführt. Insgesamt wurden bislang 49.093 Menschen im Impfzentrum geimpft, 10.942 haben bereits ihre zweite Impfung bekommen.

 

Neue Ärztliche Leitung im Impfzentrum des Kreises Herford

Ein Großteil der Impfungen im Kreisgebiet wurde im Impfzentrum des Kreises Herford durchgeführt. Der Kreis Herford arbeitet hier eng mit der Kassenärztlichen Vereinigung und der Apothekerkammer Westfalen-Lippe zusammen. Die Aufgaben sind dreigeteilt.

Der Kreis Herford verantwortet alle logistischen und administrativen Aufgaben, setzt bei der Impfpriorität die Landesvorgaben um, bestellt Impfstoff, koordiniert die Abläufe im Impfzentrum und verantwortet das Gebäudemanagement.

Das Personal der Apothekerkammer Westfalen-Lippe bereitet den Impfstoff auf und stellt bereitet die Spritzen für die Impfung vor.

Das Personal  der kassenärztlichen Vereinigung führt die Aufklärungsgespräche und die eigentlichen Impfungen durch und dokumentiert die Impfungen im Impfpass.

Die Verantwortung für die Durchführung der Impfungen liegt beim sogenannten ärztlichen Leiter des Impfzentrums. Diese Aufgabe wird seit dem 1.4.2021 gemeinschaftlich von Dr. Patrick Diekmann (35) und Dr. Daniel Hense (34) übernommen.

Die beiden Fachärzte für Allgemeinmedizin betreiben seit 2018 eine Gemeinschaftspraxis mit zwei Standorten in Bünde. „Wir freuen uns mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe einen ganz wichtigen Beitrag für den Weg aus der Corona-Pandemie leisten zu dürfen“, erklärt Dr. Diekmann. Er blickt mittlerweile auf über 36.600 Impfungen zurück, die unter seiner ärztlichen Leitung vom 01.4. – 01.05.2021 im Impfzentrum durchgeführt wurden: „An 7 Tagen pro Woche werden 12 Stunden täglich durchgehend 6 Impfstraßen betrieben. Wir können somit tägl. 1.300 bis 1. 500 Impfungen schaffen, im April waren es durchschnittlich pro Woche über 9.000 Impfungen. Wir sind insgesamt mit der aktuellen Entwicklung zufrieden.“

 

Situation in den Krankenhäusern

Derzeit werden 46 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern behandelt (davon 22 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden 10 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 7 davon müssen beatmet werden. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen)

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 14 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 8 Bewohner*innen und 10 Beschäftigte infiziert, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben. 7 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herford

Insgesamt sind im Kreisgebiet 167 Schüler*innen und fünf Lehrkräfte infiziert. Die Infizierten verteilen sich auf 59 Schulen im Kreisgebiet.

In 24 von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 33 Kindern und acht Infektionen beim Kita-Personal.

Herabstufung erst nach stabiler Lage an mindestens 5 aufeinanderfolgenden Werktagen

Derzeit gelten im Kreis Herford die strengsten Regelungen der Bundesnotbremse. Das liegt daran, dass im Kreisgebiet der Inzidenzwert stabil bei über 165 lag. Die darauffolgenden Regelungen sind in dem aktuell bundesweit geltenden Infektionsschutzgesetz geregelt, das seit dem 23.04.2021 in Kraft ist. Die Notbremse richtet sich nach der 7-Tages-Inzidenz im Kreis sobald sie an drei Tagen aufeinanderfolgenden Tagen überden jeweils vorgeschriebenen Schwellenwert liegt.

Die Einschränkungen der Notbremse treten erst dann wieder außer Kraft, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem jeweiligen Schwellenwert liegt. Maßgeblich sind die Zahlen des RKI. Die Einschränkungen werden am übernächsten Tag entschärft.

Die jeweiligen Ab- oder Aufstufungen der Schwellenwerte werden immer vom Gesundheits-Ministerium des Landes festgestellt und können dann auch erst in der jeweiligen Regelung greifen. 

Das bedeutet: Erst wenn im Kreisgebiet der Inzidenzwert stabil unter 165 liegt, werden Maßnahmen entschärft. Dafür muss an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen der Inzidenzwert von 165 unterschritten werden – die Einschränkungen werden dann entschärft und zwar am übernächsten Tag der Feststellung. Ist das der Fall, dann kann in Schulen wieder Präsenzunterricht und in Kindertagesstätten die Betreuung außerhalb des Notbetriebs stattfinden. Für Schulen besteht eine zusätzliche Sonderregel: Die Notbremsen-Regelung endet immer erst am  ersten Montag (s. § 1 Abs. 14 CoronaBetrVO NRW) nach der Bekanntmachung der Werte.

Ab einer stabilen Inzidenz von unter 150 können dann Geschäfte wieder eingeschränkt öffnen. So lange der Inzidenzwert über 100 ist gelten weiterhin die Ausgangsbeschränkung (22 Uhr  – 5 Uhr) sowie strengere Kontaktregelungen, die auch im privaten Bereich (eigene Wohnung) gelten. Erst wenn der Inzidenzwert stabil unter 100 liegt wird die Ausgansbeschränkung aufgehoben.

 

Drive-Ins müssen aufgrund des Sturms vorübergehend schließen

Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Sturmböen bis zu 100 km/h müssen die Corona-Schnelltestzentren am Alten Güterbahnhof in Herford und auf dem Festplatz in Löhne am heutigen Dienstag, 4. Mai, ab 12 Uhr vorübergehend geschlossen werden. Da für die gebuchten Termine aus Datenschutzgründen keine Kontaktdaten vorliegen, können vereinbarte Termine nicht abgesagt werden. Personen, die dringend einen Test benötigen, können auf das stationäre Testzentrum in Herford, Oststraße 23 oder die anderen Teststellen des Kreises Herford ausweichen. Diese finden Sie auf der Internetseite des Kreises Herford www.kreis-herford.de  . Bitte bringen Sie den bereits erstellten Registrierungs-QR-Code mit.