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Pressemitteilungen

22.01.2021

Corona Update 22.01.: 41 neue Fälle - Inzidenzwert bei 114,9 - Ein weiterer Todesfall - Anpassung der Corona-Schutzverordnung: Neue Bestimmunen ab Montag

Der Kreis Herford hatte am Mittwoch, wie jeden Tag, seine neuen Coronazahlen dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) mitgeteilt. Ein Softwareproblem führte jedoch dazu, dass diese Daten nicht vollständig übertragen worden sind. 8 gemeldete Fälle sind deshalb nicht übernommen worden. Das hatte zur Folge, dass auf der Internetseite des LZG eine geringfügig niedrigere Inzidenz angezeigt wurde. Der Softwarehersteller arbeitet an einer Lösung. Es ist davon auszugehen, dass die korrekten Zahlen zukünftig wieder in den LZG- Daten berücksichtigt sind.

Im Kreis Herford sind seit gestern 41 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 5.865 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 508 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 6.471 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 114,9.

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (122), Spenge (33), Bünde (66), Löhne (101), Vlotho (47), Enger (26), Rödinghausen (55), Hiddenhausen (30) und Kirchlengern (28).
Es gibt einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um eine 92-jährige Frau aus einem Altenheim in Löhne. Landrat Jürgen Müller spricht sein tiefes Mitgefühl aus.
„Wer trauert hat auch geliebt. In dieser schweren Zeit hilft Trost und Mitgefühl und das Miteinander von Freunden und Familie. Ich wünsche den Angehörigen weiter viel Kraft und vor allem Gesundheit.“
Im Kreis Herford gibt es insgesamt 98 Todesfälle, wobei 87 an Corona und 11 mit Corona gestorben sind.

Situationen in den Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe

Derzeit gibt es in 20 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind 119 Bewohner*innen/Patient*innen und 63 Beschäftigte infiziert. 19 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

Situation in den Krankenhäusern im Kreis Herford

Derzeit werden 51 Patient*innen mit einer COVID-19-Infektion (davon 45 aus dem Kreis Herford) stationär in den Krankenhäusern im Kreis Herford behandelt. Hiervon werden 12 Patient*innen intensivmedizinisch betreut, 10 davon sind beatmungspflichtig. (Anm. Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patient*innen aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).


Situation an den Kindertagesstätten im Kreis Herford

In drei von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei 2 Kindern und 3 Infektionen beim Kita-Personal.

Anpassung der Corona-Schutzverordnung – Neue Bestimmunen ab Montag
Die Landesregierung NRW hat in einer angepassten Corona-Schutzverordnung bestehende Maßnahmen verlängert, präzisiert und nach geschärft. Die Corona-Schutzverordnung gilt bis zum 14. Februar 2021 und ist unter diesem Link abrufbar: www.land.nrw . Neben den bislang gültigen Lockdown-Regelungen gilt ab kommenden Montag (25.01.2021):

Kontakte
Private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind weiterhin nur im eigenen Haushalt und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Generell sind Kontakte unverändert auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken.
Es besteht kein Alkoholverbot mehr im öffentlichen Raum.

Pflicht zum Tragen von Masken/Schutzkleidung
In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und in Arztpraxen gilt eine Pflicht zum Tragen mindestens medizinischer Masken. Vorgeschrieben sind daher in diesen Bereichen so genannte OP-Masken oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2. Sie bieten eine höhere Schutzwirkung als Alltagsmasken. Die Verpflichtung zum Tragen mindestens einer medizinischen Maske besteht im ÖPNV, in Handelseinrichtungen und Arztpraxen unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstandes.
In Betrieben/Behörden u. ä. sind die Vorgaben aus der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums zu beachten. Bei Kontakten sind daneben die Regelungen der Corona-Schutzverordnung verbindlich. Grundsätzlich gilt: in geschlossenen Räumen besteht die Maskenpflicht - ausgenommen ist der eigene Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen sicher eingehalten wird.

Homeoffice
Überall dort, wo es möglich ist und die Tätigkeiten es zulassen, muss Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice angeboten werden. Hierzu hat der Bund am 20. Januar 2021 entsprechende Regelungen erlassen. Dort, wo Arbeiten in Präsenz weiter erforderlich ist und kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann, sind medizinische Masken künftig Pflicht; diese Masken sollen die Unternehmen den Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Auch dies ergibt sich unmittelbar aus der neuen Bundes Corona-Arbeitsschutzverordnung.

Gottesdienste
Auch bei Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen und Moscheen und anderen Zusammenkünften zur Religionsausübung sind statt Alltagsmasken nun medizinische Masken zu tragen.
Außerdem müssen Religionsgemeinschaften, die keine den Regelungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung entsprechenden Schutzkonzepte vorgelegt haben, ihre Zusammenkünfte bei mehr als zehn Teilnehmern beim zuständigen Ordnungsamt vorab (mindestens 2 Werkstage im Voraus) anzeigen.

Lokale und regionale Maßnahmen
Die Corona-Schutzverordnung sieht nun vor, dass auch Kreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von weniger als 200 weitere Schutzmaßnahmen prüfen, wenn nach Einschätzung der zuständigen Behörden ohne solche Maßnahmen ein Absinken der Inzidenz unter 50 bis zum 14. Februar 2021 nicht zu erwarten ist.

Veranstaltungen/Gremien/Prüfungen
Veranstaltungen, die der Grundversorgung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung u. ä zu dienen bestimmt sind, sind zulässig, wenn diese nicht auf einen Zeitpunkt ab dem 14.02.2021 verlegbar sind.

Sitzungen von Gremien u. ä. sind in Präsenz mit mehr als 20 Teilnehmern zulässig, wenn diese vor dem 15.02.2021 durchgeführt werden müssen und nur nach Zulassung durch die zuständige Behörde.

Veranstaltungen zur Jagdausübung sind zulässig, wenn die zuständige untere Jagdbehörde feststellt, dass diese zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation vor dem 15.02. 2021 dringend erforderlich sind.
Prüfungen u. ä. sollen möglichst verlegt werden. Prüfungen und darauf vorbereitende Maßnahmen, die der Integration dienen sind unter strengen Voraussetzungen zulässig.