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Pressemitteilungen

22.09.2022

Auftakt für das Kommunale Integrationsmanagement im Kreis Herford

Am Donnerstag, den 22. September, fand der offizielle Auftakt zum kommunalen Integrationsmanagement (KIM) des Kreises Herford statt. Das Management hat unter anderem die Aufgabe, Unterstützungsangebote für Zugewanderte zu optimieren. Neuzugewanderte sollen so schneller integriert und ihre Teilhabechancen verbessert werden. Dabei werden bereits vorhandene Netzwerkstrukturen im Bereich Migration und Integration genutzt und sinnvoll ergänzt. Ziel ist es, neuzugewanderten Menschen eine verlässliche Struktur für ihre individuellen Integrationsbedarf zu bieten.

„Wir wollen das Kommunale Integrationsmanagement nutzen, um gemeinsam mit allen Akteur*innen der Integrationsarbeit im Kreis Herford an einer möglichst optimalen Angebotskette für die Zugewanderten zu arbeiten. Das Motto des Kommunalen Integrationsmanagements ist: „von der Einreise bis zur Einbürgerung, so der Dezernent des Kreises Herford, Norbert Burmann. „Dabei möchten wir bestehende Strukturen nutzen und stärken, Doppelstrukturen sollen vermieden werden. Um das zu erreichen, beteiligen wir Akteur*innen über langjährig bestehende Netzwerkstrukturen an wichtigen Entscheidungsfindungsprozessen. So wie heute beim offiziellen Auftakt zum Kommunalen Integrationsmanagement im Kreis Herford.“

In großer Runde wurde über das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) informiert und seine Bedeutung für die Entwicklung der Integrationsleistungen für Zugewanderte im Kreis Herford diskutiert. Nordrhein-Westfalen hat eines der fortschrittlichsten Integrationsgesetze. Das Land stellt für das Kommunale Integrationsmanagement im Zeitraum 2020-2022 etwa 150 Millionen Euro für ganz NRW zur Verfügung. So sollen die komplexen Herausforderungen der Integration gebündelt und die Kommunen in Nordrhein-Westfalen unterstützt werden.

„Der Kreis Herford kann so seine Integrationsarbeit systematisch optimieren“, erklärt Mirjam Bibi, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. „Gelungene Integration ist eine der entscheidenden Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands, das Kommunale Integrationsmanagement ein zentraler Beitrag für den Erfolg. Der Kreis Herford geht diese Herausforderung aktiv an.

Das Kommunale Integrationsmanagement ist beim Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Herford angegliedert. Dort nehmen nun schrittweise Koordinator*innen und Casemanager*innen ihre Arbeit auf. Zusätzliche Personalstellen in den Ausländer- und Einbürgerungsbehörden fördern die rechtliche Verstetigung der Integration ausländischer Menschen mit besonderen Integrationsleistungen und sollen zudem zu einer Steigerung der Einbürgerungszahlen im Kreis Herford verhelfen. Auch diese Stellen werden nun sukzessive die Arbeit aufnehmen.

An der Auftaktveranstaltung im Herforder Kreishaus haben neben der Kreisverwaltung auch Vertreter*innen des Jobcenters, der Agentur für Arbeit, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas, DRK, DW), sowie der vier Modellkommunen Herford, Bünde, Löhne und Hiddenhausen teilgenommen. Als Projektförderer war das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW (MKJFGFI) vertreten.