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Pressemitteilungen

13.12.2019

Aktuelle Kreistagsbeschlüsse

Kreis Herford macht jetzt auch in Touristik

Kreis Herford. Der Kreis Herford tritt der Touristikgemeinschaft Wittekindsland e.V. bei. Das hat der Kreistag heute (13.12.2019) einstimmig beschlossen. Die Touristikgemeinschaft gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Mitglieder sind neben den Städten und Gemeinden des Kreises auch Unterkunftsbetriebe und Kultur- und Erlebniseinrichtungen.

Zukünftig soll auch die Geschäftsführung verändert werden. Sie lag bislang bei der Stadtmarketing-Gesellschaft Pro Herford und soll nun auf die kreisweite Wirtschaftsförderungsgesellschaft übertragen werden.
Wichtigstes Ziel sei die touristische Vermarktung des Kreises und eine Profilschärfung der Region, erklärt Landrat Jürgen Müller, der seit 2016 den Vorsitz der Gemeinschaft hat: „Es ist sinnvoll, die touristische Vermarktung in eine Hand zu geben und weiterhin professionell für die vielfältigen und attraktiven Angebote im Kreis Herford zu werben. Das kommt neben den Bürgern und Bürgerinnen im Kreis Herford auch der Wirtschaft und damit auch den Unternehmen im Kreisgebiet zugute. Aber natürlich soll unser Kreis auch über die Kreisgrenzen hinaus bekannter gemacht.“


Kreis Herford bezuschusst Beratungsstelle für Gehörlose und Hörgeschädigte

Kreis Herford. Der Kreis Herford wird zukünftig die Beratungsstelle für gehörlose und hörgeschädigte Menschen finanziell unterstützen. Wie der Kreistag heute (13.12.2019) einstimmig hat, soll damit ein Fehlbedarf gedeckt werden. Der Beratungsstelle fehlen jährlich rund 37.000 Euro. Der Kreistag will davon ein Drittel übernehmen, der Kreis Minden-Lübbecke soll die anderen zwei Drittel übernehmen – dort wird der Kreistag im kommenden Jahr beraten. Der Zuschuss der Kreise soll sich zunächst auch 2 Jahre beschränken.

Die Beratungsstelle für gehörlose und hörgeschädigte Menschen wird seit vielen Jahren von der Diakoniestiftung Salem betrieben und kann von den Menschen aus den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke in Anspruch genommen werden. Dabei entstehen jährlich Personal- und Sachkosten von rund 90.000€, auch das Land bezuschusst die Beratungsstelle.
Alleine im Jahr 2018 gab es insgesamt 2.000 Beratungen. Im Kreis Herford ist die Beratung immer dienstags im Haus unter den Linden in Herford.

Über 3,5 Millionen Stunden Zeit fürs Ehrenamt im Kreis Herford – Kreistagsmitglieder geehrt

Kreis Herford. 22 Kreistagsmitglieder sind heute (13.12.2019) für ihre langjährige Mitarbeit im politischen Parlament des Kreises geehrt worden. Geehrt wurden sie mit einer Urkunde und eine Pflanze für die 10, 15, 20, 25 und sogar 30jährige Mitgliedschaft als ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker im Kreisparlament.

Ehrenamt sei wichtiger denn je und wie verbindlich ehrenamtliche Menschen seien, zeige sich mit dieser Ehrung einmal mehr, erklärte Landrat Jürgen Müller: „Ehrenamtlich aktiv ist man 24Stunden am Tag – denn das ist eine Berufung ohne zeitliche Grenze. Bei unseren 22 Jubilaren wären das nur für ihre Zeit beim Kreis zusammen ganze 3,5Mio Stunden. Danke für diese beachtliche Zeit!“

Geehrt wurden für ihr:

10-jähriges Jubiläum:
Nesenhöner, Christina (SPD)
Robbes, Gertrud (SPD)
Breder, Lars (CDU)
Kröger, Sieghart (SPD)
Mühlenweg, Siegfried (FDP)
Schönbeck, Michael (CDU)
Uhlich, Friedel Heinz (CDU)

15- jähriges Jubiläum:
Kämper, Helga (CDU)
Antl, Christian (SPD)
Neumann, Heinz- Werner (SPD)


20-jähriges Jubiläum:
Böhse, Friedel (SPD)
Eickmann, Friedhelm (CDU)
Gläsker, Eckhard (fraktionslos, freie Wähler)
Günther, Wolfgang (SPD)
Paul, Stephen (FDP)


25-jähirges Jubiläum:
Abke, Beate (CDU)
Ebmeyer, Hans (SPD)
Golücke, Hartmut (SPD)
Pörtner, Helmut (SPD)
Tiekötter, Wolfgang (SPD)


30-jähriges Jubiläum:
Kunst, Michael (CDU)
Stüwe, Hans (SPD)



Hebammenversorgung durch Kooperation mit Fachhochschule des Mittelstands (FHM): Kreis Herford finanziert Studium und sichert Fachkräfte im Gesundheitswesen.


Um dem akuten Hebammenmangel zu beheben geht der Kreis Herford neue Wege: In einer Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) sollen im kommenden Jahr 2020 zehn zukünftige Hebammen ausgebildet werden. Die Finanzierung für das Studium soll die Kreisverwaltung übernehmen. Im heutigen Kreistag (13.12.2019) wurde das großer Mehrheit. Mit dieser Entscheidung möchte der Kreis dem Hebammen- und Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenwirken.

Bei diesem Vorhaben möchte der Kreis mit der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) Bielefeld kooperieren. Dort ist ab Oktober 2020 der erste Studiengang der Hebammenwissenschaft geplant. Die Theoriephasen sollen sowohl in Bielefeld als auch am Bildungscampus Herford über die Pflegeausbildung durchgeführt werden. Die Praxisphasen der Studierenden sind im Klinikum Herford geplant. Die Studienbewerberinnen und -bewerber sollen sich anschließend verpflichten, für mindestens 5 Jahre nach dem abgeschlossenen Studium im Kreis Herford tätig zu sein.

Zurzeit herrscht in OWL und im Kreisgebiet ein akuter Mangel an Hebammen und Entbindungspflegerinnen und –pflegern. Im Mai 2019 musste sogar wegen personeller Engpässe der Kreißsaal des Klinikums Herford geschlossen werden. „Mit der Kooperation wollen wir nicht nur die Versorgung durch Hebammen und sicherere Geburten im Kreisgebiet sorgen. Wir widmen uns auch dem wichtigen Thema Ausbildung, insbesondere im Gesundheitssystem und der Pflege“, erklärt Landrat Jürgen Müller und ruft Interessierte auf, die Ausbildung aktiv aufzunehmen.

Das Gesetz über den Beruf der Hebamme und der Entbindungspflegenden wurde gerade novelliert und tritt ab 2020 in Kraft. Damit wandelt sich der Ausbildungsberuf zu einem vollständig akademisierten Studium an Fachhochschulen und Universitäten. Das Studium ist als duales Studium angelegt und beinhaltet einen hohen Praxisanteil. Damit wird nicht nur den wachsenden Anforderungen im komplexen Gesundheitssystem Rechnung getragen, die Attraktivität des Berufs soll damit ebenfalls gesteigert werden. Bisher bietet im Raum Ostwestfalen-Lippe lediglich die Hochschule Osnabrück einen solchen Studiengang an.

„Ich freue mich daher sehr, mit der FHM nicht nur einen Partner in der unmittelbaren Nähe gefunden zu haben, sondern auch eine Hochschule, die sich auch in anderen Feldern im Gesundheitswesen spezialisiert hat“, ergänzt Landrat Müller abschließend.

Entsprechende Bewerbungen nimmt der Kreis Herford bereits entgegen. Ansprechpartnerin im Gesundheitsamt des Kreises ist Dr. Angela Heiler-Birk, Tel.: 05221-13-2159, Mail: a.heiler-birk@kreis-herford.de