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Landschaftsschutzgebiete im Kreis Herford

Ein Blick auf die Landschaftspläne im Kreis Herford zeigt, dass große Teile des nicht besiedelten Raumes als Landschaftsschutzgebiet festgesetzt wurden. Dies erfolgte mit der Begründung 

  • „der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts in einem durch Siedlung, Landwirtschaft, Verkehr, Gewerbe und Erholung stark beanspruchten Landschaftsraum“,
  • „zur Erhaltung des für das Ravensberger Hügelland, das östliche Wiehengebirge und Rinteln-Hamelner Weserland typischen, vielfältig strukturierten Landschaftsbildes“,
  • „zur Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter“,
  • „zur Erhaltung der Erholungseigenschaft der Landschaft, der Ruhe der Natur und des Naturgenusses in einem dicht besiedelten Raum“.

 

Damit werden die Vorgaben aus dem Bundesnaturschutzgesetz erfüllt. Dort wird ausgeführt, dass Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden 

  • „zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter“,
  • „wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes“ und
  • „wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung“.

 

Um diese Ziele zu erreichen, wurden in den Landschaftsplänen für die Landschaftsschutzgebiete Verbote festgesetzt, die kreisweit gelten. Eines der wichtigsten ist das Verbot, bauliche Anlagen zu errichten. Dies soll der weiteren Zersiedlung der Landschaft Einhalt gebieten. Ebenso dürfen keine neuen Verkehrswege errichtet werden. Zu den weiteren Verboten zählt u.a. das Aufstellen von Verkaufsbuden, Flächen außerhalb von Straßen zu befahren, Fahrzeuge außerhalb der Wege abzustellen, Bodenabgrabungen und Aufschüttungen vorzunehmen, das Verlegen von Leitungen, das Lagern von Stoffen oder Gegenständen, das Beseitigen und Beschädigen von Gehölzen und Sporteinrichtungen in der Landschaft zu errichten. Im Einzelfall muss geprüft werden, ob eine Befreiung von den Verboten durch die untere Landschaftsbehörde erteilt werden kann.

Daneben bleiben in der Regel die ordnungsgemäße Land-, Forst- und Wasserwirtschaft sowie die gartenbaulichen Tätigkeiten in vielen Fällen von den Verboten unberührt. Fragen im Einzelfall sollten mit den Mitarbeitern der Landschaftsbehörde geklärt werden.

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