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Bildung als Standortvorteil

Qualifizierung und Beratung in der regionalen Bildungslandschaft

Die Entwicklung einer regionalen Bildungslandschaft ist eine notwendige Form, um bestmögliche Bildungs- und Ausbildungschancen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schaffen. Ihr Aufbau ist das Ziel aller Aktivitäten in der Bildungsregion Herford und damit ein gutes Beispiel für vernetzte Bildungsarbeit.

Schon lange gilt im Kreis Herford das Leitprinzip, eine zum schulischen Lernen ergänzende Arbeit zu leisten. Die sich daraus ergebenen Kooperationsprojekte zwischen Jugendhilfe und Schule führten für die Region zur Teilnahme am Modellprojekt Schule & Co. Als eine von 19 Modellregionen hat der Kreis Herford anschließend am landesweiten Nachfolgeprojekt Selbstständige Schule teilgenommen.

Die daraus resultierende Etablierung des Bildungsbüros im Kreis Herford als Dienstleistungs-, Entwicklungs- und Unterstützungsagentur dient der Sicherung und dem Ausbau der erreichten Entwicklungsstände und dem Aufbau einer regionalen Bildungslandschaft.

Die Weiterentwicklung des Bildungsangebotes mit umfassenden Qualifizierungs- und Qualitätsentwicklungsprozessen benötigt eine regionale Perspektive und verlässliche Rahmenstrukturen. Diese werden vom Kreis Herford in Kooperation mit seinen Partnern bereitgestellt und umfassen vor allem:

  • Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen für schulisches und außerschulisches pädagogisches Personal sowie
  • die Durchführung von Projekten und die
  • Konzeptentwicklung auf der Basis eines bildungsbiographischen Ansatzes.

Als Ausgangspunkt für Bildungsprozesse entscheidet sich der Erfolg oder Misserfolg von Bildung auf der regionalen Ebene. Hier werden die Grundlagen für die beruflichen Perspektiven und einer gesellschaftlichen Teilhabe gelegt. Gleichzeitig sichert ein hochwertiges Bildungsangebot die Zukunftsfähigkeit der Region.

 

der direkte Weg zur Beschreibung des Projektes KITA und CO

KITA & CO
- ein Projekt des Kreises Herford und der Carina Stiftung

Die Qualität der frühen Bildungsarbeit ist – nicht zuletzt durch die Ergebnisse der Leistungsstudien PISA und IGLU in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und auf die Tagesordnung bildungspolitischer Diskussionen gerückt.

Einvernehmen besteht darin, dass die Bildungsarbeit mit Kindern in Deutschland durch gezielte Maßnahmen noch verbessert werden kann und soll.

 

 

 


Der Kreis Herford engagiert sich in diesem Sinne als Modellregion im Aufbau von Unterstützungsstrukturen für Schulen und außerschulische Einrichtungen schon lange für optimale Bildungs- und Ausbildungschancen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gleichzeitig wird in allen Arbeitsschwerpunkten auf eine intensive Kooperation gesetzt. Dazu gehört auch die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit der Bezirksregierung Detmold und den Schulträgern im Kreis Herford. Abgesichert wird die Zusammenarbeit im Sinne einer staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft über einen Kooperationsvertrag zwischen dem Kreis Herford und dem Land Nordrhein-Westfalen.

Vor diesem Hintergrund ist der Kreis Herford den Weg zu einer neuen Lehr- und Lernkultur gemeinsam mit den Schulen und weiteren Partnern konsequent gegangen. Guter Unterricht ist ein entscheidender Schlüssel für bessere Bildungs- und Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen. Deshalb liegt ausgehend von der pädagogischen Unterrichtsentwicklung zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts ein Schwerpunkt der Arbeit des Bildungsbüros im Bereich der schulischen Qualitätsarbeit. In diesem Kontext wird ein umfangreiches Fortbildungsangebot für alle Schulen in der Region zur Unterrichtsentwicklung und zum Schulentwicklungsmanagement angeboten:

 

Unterrrichtsentwicklung

Im Sinne der Qualitätskriterien für pädagogische Unterrichtsentwicklung wurden allen Schulen und allen Lehrkräften im Kreis Herford Fortbildungsmodule zur Entwicklung von Lernkompetenz bei den Schülerinnen und Schülern angeboten. Mittlerweile haben 83 der 94 Schulen und damit etwa 2.300 Lehrkräfte dieses Angebot angenommen. Ziel dieser regionalen Anstrengungen ist, dass alle Schülerinnen und Schüler im Kreis Herford die Chance bekommen, Lernkompetenz im Sinne des selbst regulierten Lernens aufzubauen.

 

Schulinternes Management und Personalentwicklung

Eine wesentliche Voraussetzung für die pädagogische Schulentwicklung ist die organisatorische Entwicklung der Schule. So werden im Rahmen des Schulentwicklungsmanagements Lernstrukturen aufgebaut, die alle Teilprojekte einer Schule in einen Zusammenhang bringen und Ziele beziehungsweise Umsetzungsprozesse aufeinander beziehen und synchronisieren. Zur Unterstützung dieser Arbeit wurden die Schulleitungen und Lehrerinnen und Lehrer intensiv qualifiziert.

Das ganzheitliche Bildungsverständnis darf als Grundlage aller Reformbemühungen im Sinne einer regionalen Bildungsarbeit nicht aus dem Blick geraten. Bildung ist mehr als Schule! Deshalb beziehen sich die Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote des Bildungsbüros im Kreis Herford nicht nur auf Schulen bzw. Lehrerinnen und Lehrer.

 

Weitere wichtige Handlungsfelder des Bildungsbüros im Kreis Herford sind die frühe Bildung und der Übergang Schule – Beruf. Im Bereich der frühen Bildung hat das Projekt Kita & Co. beispielsweise zum Ziel, die Chancen der frühkindlichen Erziehung und Bildung von Kindern bestmöglich zu nutzen. Intensive Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für die beteiligten Fachkräfte werden hier genau so angeboten wie auch im Bereich der Sprachförderung oder der Qualifizierung Ganztag.

Im Handlungsfeld Übergang Schule-Beruf werden, sowohl im Bereich der allgemein bildenden Schulen als auch in der beruflichen Bildung, ebenfalls zahlreiche Projekte und Maßnahmen - oft auch in Verbindung mit Fortbildungen und Beratungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schülern - durchgeführt.

Der Kreis Herford sieht den Aufbau effektiver Unterstützunsstrukturen für Schulen und außerschulische Einrichtungen durch ein regionales Qualifizierungsprogramm im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses als ein wichtiges regionales Engagement an – letztendlich um Verantwortung in Bildungsfragen für die Menschen und Unternehmen im Kreis Herford zu übernehmen und sich einen Standortvorteil gegenüber anderen Regionen zu sichern.


 

 
 
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