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Pressedienst





Projektstart NRWeltoffen: Kreis Herford macht sich stark gegen Rechtsextremismus | 10. 07. 2017


Kreis Herford. Der Kreis Herford startet mit den Fördergeldern aus dem Programm NRWeltoffen gemeinsam mit dem Bildungswerk Arbeit und Leben – DGB/VHS e.V. mit dem Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus.

„Mit dem Handlungskonzept wollen wir vor allem Vorurteile abbauen und den Kreis Herford gegen Rechtsextremismus sensibilisieren“, betont Dezernent Norbert Burmann. Das Programm vom bisherigen Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW soll dabei helfen, Demokratie zu leben und Barrieren und Ängste in der Gesellschaft abzubauen. „Unabhängig von dem Programm, haben wir im Kreistag auch beschlossen, ein Handlungskonzept gegen Salafismus und Linksextremismus zu starten“, erklärt Burmann, denn präventive Arbeit müsse in alle Extremen-Richtungen erfolgen.

Starten gemeinsam mit dem Programm NRWeltoffen: Von links Friedel Böhse (Arbeit und Leben - DGB/VHS); Norbert Burmann (Dezernent); Sabine Hoffmann (Projektmitarbeiterin); Sebastian Töbel (Projektmitarbeiter); Regina Schlüter-Ruff (Arbeit und Leben - DGB/VHS) und Matthias Rahe (Jugendarbeit Kreis Herford).


Eine erfolgreiche Prävention gegen Rechtsextremismus und Rassismus erfordert integrierte kommunale Handlungsstrategien, die durch öffentliche Institutionen getragen und gefördert werden. „Das Ziel des Programmes ist, im Kreis Herford ein lokales Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu entwickeln und möglichst viele Menschen darin einzubinden“, betont Matthias Rahe, Jugendarbeit Kreis Herford. Dabei sei vor allem die Zusammenarbeit mit Schulen oder Vereinen in der Kinder- und Jugendarbeit wichtig. Denn dadurch könne frühzeitig mit präventiven Maßnahmen gegen Rechtsextremismus gestartet werden und das auch, bevor es bereits zu Handlungen oder Vorurteilen gekommen ist.

Um das Handlungskonzept zu entwickeln soll eine koordinierende Fachstelle aufgebaut werden. Die Fachstelle wird die fachliche Begleitung der Erarbeitung des Handlungskonzeptes und die Begleitung von Umsetzungsschritten leisten und aktiv Maßnahmen anstoßen und steuern. Außerdem soll die Fachstelle alle relevanten Akteure vernetzen und Organisationen und Initiativen unterstützten und qualifizieren.

Die Fachstelle „NRWeltoffen“ ist beim Bildungswerk Arbeit und Leben Herford angesiedelt. Am 01.08. starten Sabine Hoffmann und Sebastian Töbel mit dem neuen Programm NRWeltoffen. Regina Schlüter-Ruff von Arbeit und Leben Herford: „Wir haben für NRWeltoffen qualifizierte Fachkräfte gewinnen können.“ Friedel Böhse ebenfalls von Arbeit und Leben Herford ergänzt: „Wir hoffen, dass ab dem 01.08. mit den zwei neuen Mitarbeitenden eine neue Qualität in der Arbeit gegen Rechts im Kreis Herford angestoßen wird“. Das Projekt wird mit 140.000 Euro vom Land NRW unterstützt – damit soll das Konzept in der Fachstelle in Herford bis Dezember 2018 erarbeitet und umgesetzt werden.

Laut Antrag werden insbesondere folgende Umsetzungsschritte angestrebt:

1. Bekanntmachung des Projektes und der Inhalte
2. Analyse der Ausgangslage / Sozialraumanalyse
3. Netzwerktreffen / Bedarfsanalyse / Partizipationsprojekte
4. Erstellung eines Handlungskonzeptes
5. Maßnahmenplanungen und Umsetzung der Maßnahmen