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Pressedienst





Erstmalig »Indirektes Linksabbiegen« für Radfahrerinnen und Radfahrer im Kreis Herford | 10. 08. 2017


Herford. Einige Radfahrerinnen und Radfahrer staunten nach der Wiedereröffnung der Hansabrücke: auf der Kreuzung Goebenstraße/ Sophienstraße / Hansastraße gibt es eine neue Linksabbiegetechnik, um das Abbiegen sicherer zu machen. In Großstädten wie Berlin und Hamburg ist das sogenannte „indirekte Linksabbiegen“ bereits seit Jahren an vielbefahrenen Kreuzungen Standard.

Es ist nun die erste Kreuzung dieser Art im Kreis Herford und erfordert erst einmal Aufmerksamkeit. Dabei bleibt für die Radfahrerinnen und Radfahrer eigentlich alles beim Alten. Sie nähern sich der Kreuzung auf dem Radweg und bleiben bei roter Ampel stehen. Eine Fahrradampel auf der gegenüberliegenden Straßenseite zeigt an, wann die Kreuzung überquert werden darf. Diese zeigt einige Sekunden vor der Ampel für PKWs grünes Licht. Auf der anderen Seite angekommen, ordnen sich die Radfahrenden dann in eine markierte „Tasche“ neben dem Radweg ein. Diese bietet durch ihre leicht versetzte Position Raum vor den vorbeifahrenden Autos, während für das Linksabbiegen das grüne Signal der Fahrradampel auf der linken Seite abgewartet werden muss. Erscheint dieses, ist ein gefahrloses Abbiegen möglich. Es gilt: Am besten versteht man es, indem man es selber ausprobiert. Insbesondere Eltern sollten mit ihren Kindern die neue Abbiegetechnik üben.

Besonders Polizei und die Bezirksregierung in Detmold, aber auch Radfahrverbände befürworten diese neue Variante des Abbiegens. Sie dauert zwar durch das Abwarten von zwei Ampelphasen etwas länger, ist dafür aber wesentlich sicherer.

Die neue Fahrradampel zeigt Radfahrenden an, wann sie die Straße überqueren können. In der »Tasche« mit Radsymbol neben dem Radweg ordnen die Linksabbiegenden sich dann für das Warten ein und überqueren mit der nächsten Ampelphase die Straße. Auf einen Blick - Hier kommen Radfahrerinnen und Radfahrer sicherer auf die andere Straßenseite.
 
 
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