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Auf dem Weg zum integrierten Klimaschutzkonzept

Im Rahmen des aktuellen Energiekonzeptes hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgase und CO2-Emissionen bis 2020 um 40% und stufenweise bis 2050 um 80 bis 95% unter das Niveau von 1990 zu senken.

Aus dieser Initiative heraus fördert die Bundesregierung seit Mitte 2008 die Erstellung von kommunalen Klimaschutzkonzepten sowie die nachfolgende Begleitung bei der Umsetzung klimaschützender Maßnahmen in sozialen und öffentlichen Institutionen. Die Klimaschutzkonzepte sollen Ziele und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Einsparung von CO2-Emissionen für die nächsten 10 bis 15 Jahre aufzeigen.

Externer Link: Logo Projektträger Jülich

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), vertreten durch den Projektträger Jülich, wird die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes des Kreises Herford im Bewilligungszeitraum vom 01.06.2013 bis zum 31.05.2014 (Förderkennzeichen: 03KS5208) gefördert.

 

 

Das integrierte Klimaschutzkonzept soll als Informations- und strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe dienen. Es wird aufzeigen, welche CO2-Minderungspotenziale vorhanden sind und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO2-Emissionen einzusparen und Energieverbräuche zu senken. Einen besonderen Stellenwert im Klimaschutzkonzept wird die Entwicklung konkreter Maßnahmenempfehlungen haben. Einen Schwerpunkt sollen hierbei die Bereiche Öffentlicher Personennahverkehr und Elektromobilität bilden.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Herford soll unter Beteiligung der relevanten regionalen Akteure entstehen. Die Projektabwicklung hat das Planungsbüro infas enermetric aus Greven übernommen.

 

Termine

Auftakt des kreisweiten Klimaschutzprojektes mit Sven Plöger
Hoher Zuspruch: rund 250 Interessierte kamen zur Auftaktveranstaltung ins Kreishaus

Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an und alle sind eingeladen, mitzumachen. Der Kreis Herford startete nun offiziell mit der Erarbeitung seines integrierten Klimaschutzkonzeptes. Zur Auftaktveranstaltung am 05.05.2014 kamen rund 250 Personen in das Herforder Kreishaus. Unter ihnen war auch der deutschlandweit bekannte Diplommeteorologe und Klimaexperte Sven Plöger.

Sven Plöger bei der Auftaktveranstaltung »Klimawandel: Gute Aussichten für morgen?!«  im Herforder Kreishaus

Plöger, der seit nun mehr 15 Jahren für zahlreiche deutsche TV- und Hörfunksender den täglichen Wetterbericht präsentiert, hat bei der Auftaktveranstaltung den Vortrag „Klimawandel: Gute Aussichten für morgen?!“ gehalten.

Eindrucksvoll schilderte der Klimaexperte Plöger, dass zu einer nachhaltigen Energiepolitik vor allem neben einem sparsamen Umgang mit Energie und deren effizienter Nutzung auch der Umstieg auf erneuerbare Energien gehöre. Es stehe vollkommen außer Zweifel, dass ohne Gegenmaßnahmen der Energieverbrauch stetig zunehme. Schon jetzt würden jährlich die nachwachsenden Ressourcen von 1,4 Erden genutzt, obwohl es nur eine Erde gäbe.

Kreisdirektor Ralf Heemeier in der Diskussion mit Sven Plöger

Plögers Vortrag macht einmal mehr deutlich, dass Klimaschutz Aufgabe aller ist. Im anschließenden Diskussionsgespräch machte er Mut für die regionalen Klimaschutzprojekte, die von Kreisen, Städten und Unternehmen und Akteuren vor Ort bundesweit ins Leben gerufen werden.

 

Workshops

Nachdem der erste Baustein des Klimaschutzkonzeptes, die Energie und CO2-Bilanz, erstellt wurde, sollen nun im Rahmen von Workshops erste Ansätze für Maßnahmen und Projekte ausgetauscht, diskutiert und entwickelt werden. Die Maßnahmen sollen eine Senkung der Energieverbräuche und damit der CO2-Emissionen auf dem Kreisgebiet erwirken. Gefragt sind Ideen und Projekte mit denen der Kreis sowohl selbst aktiv werden als auch Akteure auf dem Kreisgebiet unterstützen kann.

An den Workshops können sich alle Interessierten aus dem Kreis Herford beteiligen. Vorgesehen sind nachfolgende Termine

Mobilität / ÖPNV
Dienstag, 13.05.2014 um 18.00 Uhr in Raum 3.02

Das Protokoll zu diesem Workshop finden Sie hier.


Planen - Bauen - Sanieren
Dienstag, 20.05.2014 um 18.00 Uhr in Raum 3.00 

Das Protokoll zu diesem Workshop finden Sie hier.


Energieeffizienz in Unternehmen

Mittwoch, 28.05.2014 um 18.00 Uhr in Raum 3.00

Das Protokoll zu diesem Workshop finden Sie hier.


Regenerative Energien
Dienstag, 03.06.2014 um 18.00 Uhr in Raum 3.01

Das Protokoll zu diesem Workshop finden Sie hier.


Netzwerkbildung / Kommunikation

Mittwoch, 11.06.2014 um 18.00 Uhr in Raum 3.00

Das Protokoll zu diesem Workshop finden Sie hier.

 


Kleine und große Schritte für den Klimaschutz - Auftakt für das kreisweite Klimaschutzprojekt
Schüler der Rolf-Dircksen Schule singen für den Klimaschutz

„Ein kleiner Klimaschützer macht sich auf den Weg, statt Autofahrt nimmt er das Rad und hat sich noch bewegt“ - Eine Strophe aus dem Song „Das Lied von den kleinen Klimaschützern“. Bei der Auftaktveranstaltung zum kreisweiten Klimaschutzkonzept präsentierte sich die Umweltgruppe der Rolf-Dircksen Schule Enger musikalisch mit einem eigenen geschriebenen Song.

Eindrucksvoll demonstrierten die 9.Klässler, dass auch mit kleinen Schritten jeder etwas für den Klimaschutz machen kann. Der evangelische Kindergarten in Bünde-Hüffen stellte sein Projekt „Die kleinen Müllforscher“ vor und das Friedrich-List-Berufskolleg in Herford erklärte, warum es den Titel „Umweltschule in Europa“ bekommen hat.

Es sind auch die kleinen Schritte, die der Kreis Herford unterstützen möchte – im gerade erstellten kreisweiten Klimaschutzkonzept soll der „Kreis der guten Beispiele“ ständig erweitert werden. Es ist nur eine von vielen Maßnahmen, die der Kreis Herford in seinem 130 Seiten starken Klimaschutzkonzept aufzeigt, so Ralf Heemeier, Kreisumweltdezernent. „Unser Klimaschutzkonzept zeigt Ziele und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Einsparung von CO²-Emmissionen für die nächsten Jahre auf und ist damit gleichzeitig Informations- und strategische Entscheidungsgrundlage sowie Planungshilfe“.

So plant der Kreis Herford zukünftig beispielsweise sein Solardachkataster weiter zu entwickeln und einen Klimaschutzmanager einzustellen oder aber auch mehr Elektrozapfsäulen für E-Bikes und Elektroautos aufzustellen.

Christina Altenbernd (Kita & Co, Kreis Herford); Manfred Vielhauer und Sigrun Gehlen (Rolf-Dircksen Schule Enger), Petra Scholz (Kreis Herford); Reiner Tippkötter (Planungsbüro infas enermetric); Petra Schröder (Kreislandfrauenverband); Nicole Tolle und Antje Schneider (ev. Kindergarten Bünde-Hüffen); Ralf Heemeier (Kreisumweltdezernent) (von links) stellten ihr Klimaschutzengagement vor.

Insgesamt fünf Themenfelder (Verkehr und Mobilität; Bauen, Planen und Sanieren, Energieeffizienz in Unternehmen, regenerative Energien und Netzwerkbildung) und bisher 35 Projekte sind im derzeitigen Klimaschutzkonzept des Kreises Herford aufgeführt. Das Besondere daran: Über 500 Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihren Ideen am Klimaschutzkonzept beteiligt – schließlich geht Klimaschutz uns alle an.

Das Klimaschutz sprichwörtlich in aller Munde ist, zeigten am Abend die Landfrauen vom Kreisverband – sie präsentierten den rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Ende der Auftaktveranstaltung ihr „köstliches“ Projekt „Klimaschutz durch kurze Wege“ und reichten Häppchen aus Lebensmitteln aus der Region.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Externer Link: Logo der Nationalen Klimaschutz Initiative

 
 
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