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Berufskollegs

Das August-Griese Berufskolleg

Alles was das Technikherz höher schlagen lässt

Vor den Schnuppertagen hat Volontärin Julia Ollertz aus der Pressestelle des Kreises mal geschnuppert, was im AGB so alles passiert.

Beim August-Griese-Berufskolleg (AGB) in Löhne befassen sich über 1600 Schülerinnen und Schüler mit allem, was das Technikherz höher schlagen lässt. Die Schwerpunkte des gewerblich-technischen Berufskollegs sind Informationstechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik und Fahrzeugtechnik.

Bei den Schülerinnen und Schülern des AGB steht folgendes im Fokus: die theoretische und praktische Ausbildung miteinander zu vereinen. Im dualen Ausbildungssystem lernen die Fachklassen der Berufsschule in Teilzeit beim AGB – nicht nur theoretisches Hintergrundwissen, auch praktische Kenntnisse können hier vertieft werden. Denn nicht jedes Unternehmen verfügt über die modernen und vielseitigen Gerätschaften wie das AGB. Das wissen auch die Lehrer, die alle „vom Fach“ sind und deshalb bestätigen: „Technisch sind wir wirklich super aufgestellt. Uns ist es sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler an Realmaschinen lernen – also auch die Geräte, die in der Industrie oder im Unternehmen genutzt werden und somit die industrielle Fertigung abbilden.“

Die Schnuppertour im AGB ist deshalb gleichzeitig eine Tour durch zahlreiche moderne Labors, Werkstätten und CAD-Arbeitsräume mit Industrierobotern und 3D-Drucker.

In der Berufsfachschule für Metalltechnik wird in den Werkstätten heute wieder fleißig gewerkelt. Hier sollen anhand von längeren Projekten, die die Jugendlichen bearbeiten, verschiedene Methoden und Grundlagen der Maschinenbautechnik vermittelt werden – zum Beispiel das Projekt, ein Mühlespiel aus Metall zu fertigen. Dafür werden die Materialien gefeilt und geschliffen, und entweder am Arbeitsplatz oder an den Maschinen weiter bearbeitet. Doch damit konzentriert und vor allem sicher gearbeitet werden kann, brauchen nicht nur die Maschinen Platz, sondern auch die Schüler – deshalb werden die Klassen im Unterricht aufgeteilt. In zwei identisch aufgebauten Klassenhälften mit einem Raumtrenner können die Gruppen von zwei Lehrkräften besser unterstützt werden.

Eine Werkstatt nebenan wird weitergetüftelt – und zwar von der Berufsfachschulklasse Elektrotechnik, in der sich überall Kabel, Anschlüsse und Schraubenzieher finden: das Thema hier sind heute elektrische Grundschaltungen im Gebäude, wie der Lehrer verrät: „Der Lerneifer der Schüler ist wirklich super. Im Januar machen sie ein Praktikum, um das Gelernte anzuwenden. Für Ausbildungsbetriebe ist das natürlich interessant, da sie dann schon Erfahrung mitbringen.“

Doch nicht nur Ausbildungen sind ein möglicher Weg – am August-Griese-Berufskolleg gibt es auch Vollzeitbildungsgänge, die einen Abschluss als Informationstechnischer Assistent oder Maschinenbautechnischer Assistent und gleichzeitig entweder Fachhochschulreife oder Abitur ermöglichen – und somit auch die Tür für ein Studium öffnen. Für die angehenden Informationstechnischen Assistenten findet deshalb heute eine besondere Veranstaltung in der Aula statt: Die Vorlesung „Einführung in die Kryptologie“ von Professor Keuntje von der FH Bielefeld dient dazu, bereits erste Studienluft zu schnuppern. Im Bereich der Informationstechnik sind die Schülerinnen und Schüler ansonsten tief im elektronischen Hintergrund der IT verwurzelt, in dem es um Hardware, Bauteile, Netzwerke und Betriebssysteme geht.

Wer selbst einmal im August-Griese-Berufskolleg schnuppern möchte, kann dies an den Schnuppertagen vom 20.-23.11.17, oder auch am Tag der offenen Tür am Freitag, den 24.11.17 von 14:00 – 18:00 Uhr machen.

Das Wilhelm-Normann-Berufskolleg

Kreative „Gestaltung“ der Zukunft

Vor den Schnuppertagen hat Volontärin Julia Ollertz aus der Pressestelle des Kreises mal geschnuppert, was im WNB so alles passiert.

Beim Wilhelm-Normann-Berufskolleg (WNB) in Herford dreht sich vieles um das Thema Gestaltung - vor allem in der Bau-, Holz- und Farbtechnik, aber auch in der Ernährung und Agrarwirtschaft finden ca. 1750 Schülerinnen und Schüler ihren Platz. In den Holzwerkstätten oder der Bauhalle kann dann die direkte Anwendung geprobt und mit viel Kreativität gestaltet werden.

Das machen auch die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Holztechnik – in dem einjährigen Bildungsgang lernen sie die Herstellung von Holzgegenständen für ganz unterschiedliche Zwecke: „Wir stellen viel für Kindergärten her, Schriftzüge, Schilder, Spielzeuge, große Bleistifte oder einen Zaun mit Tierfiguren. Außerdem Seifenschalen, Windspiele… Einfach Dinge, die uns selbst auch gefallen!“, zählt Lehrer Herr Pommerenke auf. Fast 100 verschiedene Holz-Produkte sind so in den letzten Jahren von den Schülerinnen und Schülern gesägt, gebohrt oder gefräst worden. Außerdem bilden sie die „Schülerfirma“, die regelmäßig reif für die Insel ist: Im März geht es nämlich wieder für ein paar Tage in ein Schullandheim auf die Insel Neuwerk, wo Renovierungsbedarf herrscht. Die Schülerfirma mit ihren 25 Mitarbeitern wird dann die Einrichtung im Aufenthaltsraum sowie Türen und Fenster aufarbeiten – und hat somit einen ganz engen Praxisbezug. Das war auch Schüler Justin wichtig bei der Auswahl des Wilhelm-Normann-Berufskollegs: „Die Arbeit mit Holz liegt und gefällt mir einfach ganz gut, und hier arbeiten alle ganz praktisch zusammen und helfen sich gegenseitig. Außerdem möchte ich gerne die Fachoberschulreife hier machen!“

Auch Clara hat schon konkrete Pläne: „Seit der 8. Klasse weiß ich, dass ich Tischlerin werden will. Ich wusste nur, dass ich mit Holz arbeiten möchte und habe mich dann im Internet informiert, wo ich sowas machen kann – dann habe ich das WNB gefunden.“ Auch die Abiturklasse am Berufskolleg hat diesen Praxisbezug und beschäftigt sich gerade mit Intarsien- und Furnierarbeiten – betreut von Lehrer Herr Stadler, der sich als Tischlermeister bestens auskennt und begeistert ist: „Wir haben eine sehr gut ausgestatete Werkstatt – das ermöglicht ein hohes Niveau bei den Holzarbeiten.“

In der Bautechnik wird der Praxisbezug ebenfalls groß geschrieben – die angehenden bautechnischen Assistenten können sich bei Projekten wie dem Aufbau der historischen Remise der Rürups-Mühle bestens auf einen Beruf oder ein Studium im Ingenieursbereich vorbereiten. Regelmäßige Projekte, an denen auch langfristig mehrere Jahrgänge beteiligt sind, können so entweder in der Bauhalle oder direkt vor Ort von allen gemeinsam bewältigt werden.

Auch innerhalb des Berufskollegs macht der Gestaltungsdrang nicht Halt – das zeigen die Schülerinnen und Schüler in der doppelqualifizierenden Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten. Die Schwerpunkte sind Objektdesign und Innenarchitektur und sind spezialisiert auf die Einrichtungsbereiche Küche und Bad. In den Fächern Präsentationstechnik und Gestaltungstechnik haben sie sich den Sanitätsraum des Berufskollegs vorgeknöpft, der renoviert werden soll. Mit einem Modellbau des Sanitätsraums wurden deshalb 25 Vorschläge gemacht, wie sich dieser mit neuem Boden oder anderer Einrichtung verbessern lässt. „Das ist ein realer Auftrag mit einem festgesetzten Budget – auch Hygiene- und Sicherheitsvorschriften müssen da beachtet werden. Wir lernen also an einem echten Fall, wie sowas funktioniert“, erzählt Schüler Delil. Auch Sarah ist zufrieden mit ihrer Ausbildungswahl: „Ich gestalte schon immer gerne alles um und bin kreativ. Hier gibt es so viele Richtungen, dass man auf jeden Fall etwas findet, was einem gut gefällt.“

Andere Schülerinnen und Schüler zieht ihr Gestaltungsdrang sogar ins Ausland – zum Beispiel beim Erasmus+ Projekt OSKARRR (Our Students Keep Active about Reducing Recycling Reusing). Im Vordergrund steht bei OSKARRR die länderübergreifende Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt, weshalb mit den Partnerschulen in Frankreich und Italien für 2 Jahre das Thema Umwelt bearbeitet wird. Dazu sind Konferenzen, Projekte und Ausflüge geplant, die sowohl das Umweltthema behandeln, aber auch den kulturellen und kommunikativen Austausch untereinander stärken. So ist die gemeinsame Sprache für alle Teilnehmer Englisch. Für die Schülerinnen und Schüler gibt es allerdings Aufgaben wie das Entwerfen eines Designobjektes zu erledigen: Deshalb haben die Gestaltungs-Profis des WNB einen Hocker entworfen, der aus Pappe besteht – und somit komplett recyclebar ist.

Wer mehr zu den Gestaltungsmöglichkeiten am Wilhelm-Normann-Berufskolleg erfahren möchte, kann sich am Tag der offenen Tür informieren: am Samstag, den 11.11.17 von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr.

Das Friedrich-List-Berufskolleg

Wirtschaft, Informatik und Sprachen – mit neuester Technik

Vor den Schnuppertagen hat Volontärin Julia Ollertz aus der Pressestelle des Kreises mal geschnuppert, was im FLB so alles passiert.

 

Mit fast 2000 Schülerinnen und Schülern, die das kaufmännische Friedrich-List-Berufskolleg (kurz FLB) in Herford besuchen, wird das Berufskolleg zum großen Anziehungspunkt für alle Jugendlichen, die sich für folgende Themen interessieren: Wirtschaft – Informatik – Sprachen. Dabei gibt es verschiedene Wege, wie man diese Bereiche vertiefen kann, zum Beispiel im Wirtschaftsgymnasium, der kaufmännischen Assistentenausbildung, in der Höheren Handelsschule oder der Berufsfachschule.

In der 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums mit dem Schwerpunkt „European Studies“ kommen im Spanischunterricht heute wieder iPads zum Einsatz – für die Schülerinnen und Schüler am FLB  ganz normal. Auch Lehrer Lojo Menk freut sich über die modernen Möglichkeiten: „Schon seit 2012 benutzen wir iPads für den Sprachunterricht - damit kann man schnell auf Wörterbücher zugreifen oder Übungsblätter aufrufen. Über unsere Online-Lernplattformen oder eine App können wir außerdem immer alle Materialien erreichen.“ Für die „European Studies“ Schüler steht neben dem wirtschaftswissenschaftlichen auch ein sprachlicher Schwerpunkt auf dem Stundenplan – und ein mindestens 4-wöchiges Auslandspraktikum. Die Fremdsprachenkenntnisse können außerdem noch besonders ausgezeichnet werden – nämlich mit einem sogenannten „CertiLingua Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen“. Also beste Voraussetzungen für eine internationale Zukunftsplanung. Auch die iPad-Nutzung ist für die Digital Natives kein Problem – und am Ende der Stunde werden die iPads ordnungsgemäß in den Rollwagen zurückgeräumt. „Wir haben bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht – und tatsächlich ist bisher auch noch nichts kaputt gegangen!“, erzählt  Lojo Menk, der auch an der „Tafel“ modernste Technik nutzt. Zur Standardausstattung der Lehrerpulte zählen am FLB Beamer, Rechner und Visualizer, so dass die Arbeitsunterlagen und Hausaufgaben der Schülerinnen und Schüler schnell für alle sichtbar gemacht und besprochen werden können.

Auch die sind beeindruckt von den Möglichkeiten: „Hier ist alles total modern. Und es ist sehr praktisch, dass so vieles online gemacht wird. Man kann immer auf alles zugreifen und auch, wenn man mal krank ist, kann man sich informieren und hinkt nicht hinterher.“ Informiert haben sich auch viele Jugendliche bei den Schnuppertagen, bevor sie zum Friedrich-List-Berufskolleg gekommen sind, zum Beispiel Schüler Melvin: „Ich habe das Angebot auf jeden Fall genutzt, und mir hat das sehr geholfen. Das kann ich nur weiterempfehlen, sich das mal anzugucken. Es braucht nicht viel Zeit, und man bekommt ganz wichtige Eindrücke!“.

Weiter geht die Schnuppertour dann beim nächsten Schwerpunkt des Berufskollegs: Informatik bei der Jahrgangsstufe 13 im Selbstlernzentrum. Auch hier ist das technische Equipment selbstverständlich, auch wenn die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Laptops für die Bearbeitung ihrer Aufgaben verwenden. Im Selbstlernzentrum wird dann an der Fertigstellung von Berichten oder der Lösung von Softwarefragen getüftelt – bei Problemen hilft der Lehrer oder man berät sich gegenseitig. Die Informatik-Asse können außerdem an der USA Computing Olympiad teilnehmen oder schon erste Klausuren für Wirtschaftsinformatik an der FH in Münster absolvieren – bei einem späteren Studium werden diese dann schon vollwertig anerkannt.

Wer bei seinen Zukunftsplänen noch nicht so genau weiß wo es hingeht, dem hilft die StuBO weiter: Die Studien- und Berufswahl Orientierung. Nach dem Prinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“ sollen die Schülerinnen und Schüler schon während ihrer Schulzeit gut auf den Einstieg ins Berufsleben oder Studium vorbereitet werden. Sämtliche Fragen zum Thema Praktika, Ausbildung oder Berufe führen also ins eigene StuBO-Büro des FLB. Hier finden die Jugendlichen in Coachinggesprächen, bei Messen oder Bewerbungstrainings viele Angebote, um einen individuellen Fahrplan für die Zukunft zu entwerfen. „Es gehört zu unserem Bildungs- und Erziehungsauftrag, dass wir die Schülerinnen und Schülern bei diesen wichtigen Fragen unterstützen. Wir geben dann oft Impulse für die ganz persönliche, berufliche Lebensplanung.“, erzählt die zuständige Sozialpädagogin Frau Werner. Das Thema StuBO ist auch im Unterricht wichtig – so gibt es in den StuBO-Klassen extra eine Wochenstunde mehr, um sich mit einzelnen Themen genauer zu befassen. Heute bespricht die StuBO-Klasse das ideale Vorstellungsgespräch, was zunächst mit einem Video gemeinsam analysiert wird – denn schon bald rufen die ersten richtigen Vorstellungsgespräche.

Das Friedrich-List-Berufskolleg öffnet am 11.11.17 von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr seine Tür für alle Interessierten, die mehr Informationen haben möchten.

Das Anna-Siemsen-Berufskolleg

Liebe zur Mode, Gesundheit und zur Ernährung

Vor den Schnuppertagen hat Volontärin Julia Ollertz aus der Pressestelle des Kreises mal geschnuppert, was im ASB so alles passiert.

Über 1270 Schülerinnen und Schüler besuchen das Anna-Siemsen-Berufskolleg (ASB) in Herford – die erste Adresse im Kreis, wenn es im Berufskolleg um einen der Schwerpunkte Soziales, Gesundheit, Ernährung oder Bekleidung gehen soll. „Eine Schule – viele Wege…“ lautet das Motto des ASB, und die gehen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern.

 

„Die Lehrer stehen uns immer mit guten Tipps zur Seite, und unterstützen uns auch super, wenn wir mal Fragen haben“, erzählen Nina und Laura. Die Beiden sind mitten in ihrer Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin (BTA) – diese dauert drei Jahre und ist doppelqualifizierend. Das bedeutet, dass nach drei Jahren auch die Fachhochschulreife erreicht und ein anschließendes Studium ermöglicht werden kann. Zwei Dinge gleichzeitig wollte auch Laura nach ihrem Schulabschluss an der Realschule: „Ich wollte einerseits das Abitur machen, aber auch gerne Nähen lernen! Ich wusste nicht, wie ich das kombinieren kann. Dann war ich total glücklich, als ich die BTA-Möglichkeit hier entdeckt habe. Als ich mich beim Tag der offenen Tür dann hier umgeschaut habe, hab ich mich sofort in den Nähraum verliebt!“ Denn beim Nähen in der Nähwerkstatt, dem Erstellen von Schnittmustern oder bei der Hausaufgabe, ein festliches Oberteil zu entwerfen ist vor allem eins gefragt: Kreativität. Das war auch Nina wichtig bei der Auswahl des Anna-Siemsen-Berufskollegs: „Ich bin ein kreativer Mensch, das möchte ich unbedingt im späteren Berufsleben einbringen können.“ Wo genau es hingehen soll, steht zwar noch nicht fest – aber die jungen Modebegeisterten können sich eine Zukunft in der Verkaufsberatung oder ein Studium in Modedesign vorstellen. Als Entscheidungshilfe soll auch das knapp 10 Wochen lange Praktikum dienen, das bei der Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin dazugehört – dadurch können die Schülerinnen und Schüler einen fundierten Eindruck in die Praxis gewinnen und erste Kontakte knüpfen.

Ihre Kreativität ausleben können die Schülerinnen und Schüler des Anna-Siemsen-Berufskollegs auch in der Küche – denn ein weiteres Ausbildungsangebot stellt der Bereich Ernährung und Hauswirtschaft dar. Zum Beispiel als Assistent/in für Ernährung und Versorgung können die Schülerinnen und Schüler in den Lehrküchen die verschiedensten Gerichte zaubern: von Muffins, Kuchen und Keksen bis hin zu Obst-Kreationen mit Blätterteig oder Getränken. Mit dem Schwerpunkt Service rufen später Berufsfelder in der Gastronomie und in Hotels, Großküchen oder beim Lebensmitteleinzelhandel. Da die Lehrküchen vor Kurzem grunderneuert wurden, freuen die Schülerinnen und Schüler sich über eine praktische Ausbildung im modernsten Umfeld: „Das ist alles total schick und hell – da macht das gemeinsame Kochen und Backen total Spaß.“ Bis zu 16 Personen können eine Lehrküche gemeinsam nutzen – und natürlich werden die Leckereien am Ende des Unterrichts auch probiert. Bei den Schnuppertagen am Anna-Siemsen-Berufskolleg lässt sich also womöglich auch ganz wörtlich Kuchenduft aus den Lehrküchen in der Luft erschnuppern.

Ein weiteres Themenfeld am ASB ist die Gesundheit – und steht für Veit als Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit besonders häufig auf dem Stundenplan. Er hat schon sein Fachabitur am ASB gemacht und plant nun das Vollabitur mit dem gesundheitlichen Schwerpunkt, damit er später Pharmazie studieren kann. Bei dieser Planung hat Veit viele Angebote des Berufskollegs genutzt: „Ich habe sowohl den Tag der offenen Tür und die Schnuppertage besucht, um mich zu informieren. Das hat mir auch sehr geholfen, auch wenn ich schon vorher hier an der Schule war.“ Auch jetzt nutzt Veit gerne die Angebote der Schule, um sich zu informieren; zum Beispiel bei einem Praktikum oder einem Unischnuppertag in Bielefeld. „Die Lehrer helfen und beraten uns sehr gut, was das angeht. Aber auch der Klassenzusammenhalt ist super“. Damit meint Veit seinen festen Klassenverband, der im Gegensatz zu anderen Schulen während der gesamten Oberstufenzeit zusammenbleibt und so persönlicher ist. Das Gesundheitsgymnasium ist am ASB-Standort in Elverdissen, wo gemeinsam mit dem dualen Bildungsgang der Sattler und der Fachoberschule etwa 400 Schülerinnen und Schüler untergebracht sind.

Wer noch mehr Informationen zu den vielen Wegen am Anna-Siemsen-Berufskolleg haben möchte, kann sich beim Tag der offenen Tür informieren. Dieser findet am Samstag, 11.11.17 von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr in Herford statt.

 

 

Das Erich-Gutenberg-Berufskolleg

Europaschule, Lernen in Eigenverantwortung und „Fair Share“ shoppen

Vor den Schnuppertagen hat Volontärin Julia Ollertz aus der Pressestelle des Kreises mal geschnuppert, was im EGB so alles passiert

Das Erich-Gutenberg-Berufskolleg (EGB) in Bünde mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung hat viele Angebote für Schülerinnen und Schüler – momentan besuchen mehr als 1500 Jugendliche das EGB und nutzen die Bildungsangebote der Handelsschule, der höheren Handelsschule, des Wirtschaftsgymnasiums oder der Berufsschule.

Die Schülerinnen und Schüler der Q1 des Wirtschaftsgymnasiums beginnen den ersten Tag nach den Herbstferien mit ihrem „Studientag“. Dieser findet planmäßig einmal in der Woche statt und hat vor allem ein Motto: eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten.

Dabei können die Schülerinnen und Schüler sich klassenübergreifend in Arbeitsgruppen zusammenfinden und ihre Aufgaben in Eigenregie bewältigen. Auch die Fächer sind dabei bunt gemischt: Leistungskurse in Deutsch, Englisch, Mathe, BWL mit Rechnungswesen, oder Religion und Gesellschaftslehre müssen bearbeitet werden. Die Gruppen können sich dabei untereinander austauschen oder auch in separierte Arbeitsplätze zurückziehen. Zur Selbstorganisation gehört auch das eigenständige Einhalten von Pausen – diese werden aber nicht maßlos ausgereizt, erzählt Schülerin Lillian: „Man lernt auf jeden Fall, Aufgaben rechtzeitig zu bewältigen. Denn wir haben eine Deadline, bis wann die Aufgaben fertig sein müssen.“ Tatsächlich soll innerhalb von 5 Stunden ein Ergebnis vorliegen, was dann entweder in Form eines kurzen Vortrags, Plakats oder eines Readers präsentiert werden kann. Der „Studientag“ beim Wirtschaftsgymnasium oder das „Grüne Band“, wie es bei der Höheren Handelsschule genannt wird, stehen also ganz im Zeichen des eigenverantwortlichen Arbeitens – denn das Erich-Gutenberg-Berufskolleg ist zusätzlich eine SOL-Schule: eine Schule für Selbstorganisiertes Lernen. „Das traut sich nicht jede Schule“, erwähnt Lehrer Stefan Kröger, der dabei vor allem den Lerneffekt und die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler schätzt. Auch die finden die Studientage „echt super, weil man selbst für alles verantwortlich ist. Das bereitet gut auf die Zukunft vor, zum Beispiel fürs Studium später“, stimmt Schüler Dennis zu.

Schnuppertage lohnen sich!

Auch wenn noch keine genauen Zukunftspläne feststehen, so empfehlen die Schülerinnen und Schüler des EGB den Besuch der Schnuppertage, denn sie helfen bei der Wahl, wenn es zum Beispiel in Richtung Wirtschaft gehen soll. Neben den modernen und offenen Klassenzimmern, die bei den Jugendlichen gut angekommen sind, erinnert sich eine Schülerin an ihren Schnupperunterricht, der „einen guten Eindruck vom Berufskolleg gegeben hat. Wir wurden viel einbezogen und konnten mitmachen.“

Mitmachen können die Schülerinnen und Schüler außerdem beim „Fair Share Laden“, der in den Pausen für alle zur Verfügung steht und faire Produkte anbietet – alles natürlich in Selbstorganisation. Als Schülergenossenschaft steht sogar eine Prüfung des Genossenschaftsverbands an – somit ist der Fair Share Laden ein ganz offizielles Geschäft. Traditionell kümmern sich die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe um die Organisation: das bedeutet Marketing, Finanzplanung und Verkauf. Auch hier steht neben der Selbstorganisation für die Jugendlichen der Gedanke im Vordergrund, durch diese Erfahrungen im späteren Berufsleben zu punkten.

Das Erich-Gutenberg-Berufskollegs hat noch ein weiteres Gütesiegel zu bieten: seit 2 Jahren ist es als „Europaschule“ ausgezeichnet. Als Europaschule werden für die Schülerinnen und Schüler Aktivitäten angeboten, die für den europäischen Gedanken sensibilisieren. Neben dem Europatag einmal im Jahr gibt es mögliche Praktikumskooperationen in Großbritannien oder Spanien und Schüleraustausche mit Polen. Das Schulpartnerschaftsprojekt Erasmus + des Wirtschaftsgymnasiums steht ebenfalls ganz im Zeichen von Europa und bietet unter einem Themenschwerpunkt den Austausch und Besuch von verschiedenen Ländern und Kulturen. Auch nächstes Jahr ist wieder ein Erasmus + Projekt geplant – für die neuen Schülerinnen und Schüler also eine tolle Möglichkeit, Auslandserfahrungen zu sammeln.

Das Erich-Gutenberg-Berufskolleg öffnet am Donnerstag, den 09.11.17 um 19:30 Uhr und am Dienstag, den 16.01.18 um 19:30 Uhr seine Türen für einen Infoabend – dort können alle Interessierten sich zu den Bildungsmöglichkeiten informieren.

Aktionswoche zum Kennenlernen der fünf Berufskollegs

Wie kann es nach der Schule weitergehen? Diese Frage stellen sich spätestens im Sommer 2018 wieder viele Jugendliche im Kreis Herford. Vom 06.11. bis 10.11. berichten wir hier deshalb jeden Tag über den Besuch bei einem der fünf Berufskollegs und stellen vor, welche verschiedenen Themen und Berufsfelder dort angeboten werden. Über 8200 Schülerinnen und Schüler besuchen momentan eines der fünf Berufskollegs, die verschiedene berufliche Schwerpunkte haben. Zusätzlich werden auch Abitur- und Fachabitur-Bildungsgänge angeboten.

Zum ersten Kennenlernen öffnen die Berufskollegs ihre Tür für alle Interessierten – dort gibt es viele Möglichkeiten, sich über die Angebote und besonders spannende Bereiche zu informieren.

Der Tag der Offenen Tür findet statt am:

  • Erich-Gutenberg-Berufskolleg in Bünde
    am Donnerstag, 09. November 2017 und am Dienstag,16. Januar 2018 jeweils um 19:30 Uhr, Wedekindstr. 30-38, 32257 Bünde
  • Anna-Siemsen-Berufskolleg, Friedrich-List-Berufskolleg und Wilhelm-Normann-Berufskolleg in Herford
    am Samstag, 11. November 2017 in der Zeit von 09.00 bis 12.30 Uhr, Hermannstr. 5-9, 32051 Herford
  • August-Griese-Berufskolleg in Löhne
    am Freitag, 24. November 2017 in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr, Jahnstr. 54-68, 32584 Löhne

Schnuppertage an den Berufskollegs

Eine weitere Gelegenheit, die Berufskollegs kennen zu lernen, bieten die diesjährigen Schnuppertage vom 20. 11. bis zum 23.11. 2017.

An diesen besonderen Tagen können Jugendliche einen Tag lang am Unterricht teilnehmen und in einen besonders spannenden Bereich hineinschnuppern. So sieht man, wie z. B. angehende Technische Assistentinnen und Assistenten im Bereich Bau, Bekleidung, Informatik, Gestaltung am Berufskolleg unterrichtet werden. Im vergangenen Jahr haben über 800 Interessierte dieses Angebot angenommen und einen Schnuppertag am Berufskolleg verbracht.

Vor und nach dem Unterricht finden Beratungsgespräche statt, die Teilnehmenden können ihren persönlichen Schnuppertag bewerten.

In der Regel werden die „Schnupperschülerinnen und – schüler“ über ihre Schule angemeldet, können sich aber auch von anderen Schulen selbst anmelden.