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Geomatikerinnen / Geomatiker

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Ausbildungsinhalte:

  • praktische Ausbildung im Amt für Kataster und Vermessung
  • Besuch der Berufsschule am Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld (1. Ausbildungsjahr)
  • Besuch der Berufsschule am Cuno-Berufskolleg in Hagen oder am Heinrich-Hertz-Europakolleg in Bonn (2. und 3. Ausbildungsjahr)

Ausbildungsvergütung:

  1. Ausbildungsjahr: 918,26 Euro (brutto)
  2. Ausbildungsjahr: 968,20 Euro (brutto)
  3. Ausbildungsjahr: 1.014,02 Euro (brutto)

Einstellungsvoraussetzung:

  • Fachoberschulreife

Darüber hinaus erwarten wir von Ihnen:

  • gute Mathematikkenntnisse
  • eine positive Einstellung zum Umgang mit Computern und multimedialen Technologien
  • Grundkenntnisse der EDV-Standardprogramme (Microsoft Word, Excel, PowerPoint, eventuell Access)
  • Genauigkeit, Sorgfalt und Teamgeist

Bewerbungsfrist:

Die Bewerbungsfrist für das Einstellungsjahr 2018 endet am 01.10.2017. Bis dahin freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre Bewerbung über unser Online-Bewerbungsportal zukommen lassen.

 

Berufsbild „Geomatikerin / Geomatiker“:

Der Beruf der Geomatikerin / des Geomatikers setzt sich aus der Geoinformatik und den wichtigsten Inhalten der Vermessungstechnik und Kartografie zusammen. Daneben beinhaltet er auch Teilgebiete der Fotogrammetrie und der Fernerkundung.

Geomatikerinnen / Geomatiker werden in allen Bereichen des Geodatenmanagements eingesetzt. Angefangen mit der Bereitstellung von digitalen und analogen Geodaten umfasst das Geodatenmanagement auch die Weiterverarbeitung, die Visualisierung und Bereiche des Marketings. Dabei wird mit modernen Verfahren und Techniken gearbeitet.

Das Berufsbild umfasst unter anderem die folgenden Tätigkeiten:

  • Geodaten erfassen, beschaffen, verarbeiten, verwalten und veranschaulichen
  • Geodaten modellieren und in verschiedene Formate aufbereiten
  • moderne Informations- und Kommunikationssysteme anwenden
  • Kunden beraten und Aufträge kundenorientiert durchführen
  • Methoden der visuellen Kommunikation anwenden, Karten grafisch gestalten und komplexe räumliche Sachverhalte darstellen
  • Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimedialen Produkten umsetzen
  • berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften beachten
  • teamorientiert und qualitätssichernd arbeiten

Spätere Einsatzbereiche:

  • Behörden und Betriebe des Vermessungs-, Kataster- und Geoinformationswesens
  • Betriebe und Verlage der Kartografie
  • Betriebe der Fernerkundung
  • Betriebe, die im Bereich der Navigation für den Straßenverkehr tätig sind
  • Bereiche der Telematikanwendungen, zum Beispiel Überwachungsaufgaben für die Umwelt

 

Ausbildungsverlauf:

Die Ausbildung beginnt am 1. August des jeweiligen Einstellungsjahres.

In den ersten zwölf Monaten erfolgt eine gemeinsame Ausbildung im Berufsfeld „Geoinformationstechnologie“. Das bedeutet, die Geomatikerinnen / Geomatiker besuchen die Berufsschule gemeinsam mit den Vermessungstechnikerinnen / Vermessungstechnikern. Auch die schriftliche Zwischenprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres wird gemeinsam absolviert. Ab dem 2. Ausbildungsjahr erfolgt die Spezialisierung zur Geomatikerin / zum Geomatiker. Die Abschlussprüfungen (drei schriftliche Prüfungen und eine praktisch orientierte Prüfung) erfolgen getrennt mit unterschiedlichen Fragestellungen und Schwerpunkten.

Die theoretische Ausbildung in Form des Berufsschulunterrichtes findet im ersten Ausbildungsjahr am Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld an zwei Tagen pro Woche statt.

Ab dem 2. Ausbildungsjahr findet der Berufsschulunterricht am Cuno-Berufskolleg in Hagen oder am Heinrich-Hertz-Europakolleg in Bonn in Blockform statt.

In der Berufsschule werden unter anderem die folgenden Fächer unterrichtet:

  • Geodatenerhebung
  • Geodatenmanagement
  • Geoproduktpräsentation
  • Landmanagement
  • fremdsprachliche Kommunikation
  • Wirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre
  • Politik / Gesellschaftslehre

Im Rahmen der praktischen Ausbildung werden Sie die vielfältigen Aufgaben des Amtes für Kataster und Vermessung der Kreisverwaltung Herford kennenlernen. Dabei werden Ihnen zum Beispiel die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau / Organisation des Vermessungswesens sowie der Ausbildungsstätte
  • Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Verwendung von Energie und Material
  • berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Normen und Standards
  • Grundlagen der Geoinformationstechnologie
  • Einzelprozesse des Geodatenmanagements
  • Informations- und Kommunikationssysteme der Geomatik
  • ganzheitliche Prozesse des Geodatenmanagements
  • Auftragsabwicklung und Marketing
  • betriebliche und technische Kommunikation und Organisation
  • Qualitätsmanagement und Kundenorientierung

Um die Ausbildung zu vervollständigen, sind außerdem externe Ausbildungsabschnitte bei Betrieben des Geoinformationswesens (zum Beispiel in einem Verlag) geplant.

Der Schwerpunkt der Ausbildung findet im Innendienst statt, einzelne wenige Ausbildungsabschnitte werden im Außendienst absolviert.