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Die Betriebe des Kreis Herford stellen sich vor

In seiner über 200-jährigen Geschichte hat sich der Kreis Herford zu einem spannenden Wirtschaftsraum in Deutschland entwickelt. Marktführende Unternehmen verschiedener Branchen sind hier genauso zu Hause wie innovative Mittelständler und kreative Existenzgründer. Von klein bis groß, von familiengeführt bis konzernzugehörig, im Kreisgebiet gibt es die ganze Bandbreite. Bei Unternehmensbesichtigungen mit Landrat Jürgen Müller und dem kreisweiten Wirtschaftsförderer Michael Seggewiß stellen die Betriebe des Kreises ihre Arbeitsabläufe und vielseitigen Aufgaben vor:

Agoform, Kunststoffherstellung in Löhne

Jeder kennt Schubladenkästen, die Ordnung in die Küche bringen und Küchengeräte wie Kochlöffel, Messer und Co. ordentlich verstauen. Genau solche Schubladenkästen, rutschfeste Matten oder sogar Türen für Feuerwehrfahrzeuge werden bei AGOFORM in Löhne produziert. Dort entsteht aus kleinen Kunststoffteilchen ein fertiges Kunststoffprodukt – Landrat Jürgen Müller hat in der Produktion einmal ganz genau hingeschaut.

„Ich war sehr neugierig, was hinter dem Firmennamen steckt und bin auch begeistert, dass AGOFORM ein Kooperationspartner im Spitzencluster It`s OWL ist“, beschreibt Jürgen Müller. Denn das Kunststoffunternehmen arbeitet seit einiger Zeit mit Fachhochschulen und Forschungsinstituten zusammen. „Wir waren es gar nicht gewohnt, dass uns als Mittelständler jemand unterstützt“, sagt AGOFORM Geschäftsführer Michael Ruprecht. Dabei ergibt sich aus der Zusammenarbeit für das Unternehmen aus Löhne und den Fachhochschulen eine Win-win-Situation: „Junge Menschen haben die Möglichkeit gemeinsam mit uns neue Projekte zu entwickeln, dadurch können wir sie in ihrer Arbeit unterstützen und am Ende haben wir eine tolle und innovative Arbeit vom Frauenhofer Institut bekommen“, beschreibt Ruprecht.

In der Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer Institut hat AGOFORM auch von den Studierenden gelernt. Ein neues Projekt kann schon Mal sechs bis acht Monate Zeit in Anspruch nehmen – das habe AGOFORM erst lernen müssen, ein Projekt zu finden, dass bis zur Vermarktung auch Zeit hat. „Wir müssen auch mal Geduld haben“, bemerkt Ruprecht.

Geschäftsführer Michael Ruprecht bilanziert die Zusammenarbeit: „Wir geben gerne Geld aus, wenn es uns hilft, die Zukunft zu sichern.“ Durch das Spitzencluster entstehen nicht nur Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Betrieben auch die Unternehmen im Kreisgebiet haben die Möglichkeit sich noch besser zu vernetzen und voneinander zu lernen.

AGOFORM ist ein wachsendes Unternehmen und lebt vor allem durch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb bietet AGOFORM auch jedes Jahr zwei Ausbildungsplätze im gewerblichen Bereich und einen kaufmännischen Ausbildungsplatz an. „Aber leider finden wir nur schwer Auszubildende im gewerblichen Bereich, so zum Beispiel für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker“, beschreibt AGOFORM-Betriebsleiter Georg Hartsieker die derzeitige Situation. Das Problem gebe es nicht nur bei AGOFORM sondern in fast allen handwerklichen Betrieben – viele junge Menschen wollen Studieren oder nach der mittleren Reife weiter zur Schule gehen. Deshalb sei es schwer, Schülerinnen und Schüler für handwerkliche Berufe zu begeistern.

Von der Theorie zur Praxis: Bei AGOFORM hat Jürgen Müller die einzelnen Produktionsschritte erlebt und gesehen, wie beispielsweise eine rutschfeste Kunststoffmatte produziert wird. „In diesen Momenten wird für mich ein Unternehmen greifbar, wenn aus Theorie Praxis wird und praktische Alltagsgegenstände entstehen“, betont Müller. Auch das Interesse und das Engagement im Spitzencluster von Mittelständischen Unternehmen und die Bemühungen um Auszubildende sei bemerkenswert. Denn dadurch wird Forschung und Lehre vorangebracht und als Produkt entstehen intelligente technische Systeme, die Unternehmen in der Produktion voranbringen.

Ahlers, Modehersteller in Herford

Mit einer Jeans ist man(n) heute immer gut angezogen, ein Sacco dazu und schon steht das etwas andere Outfit für Geschäftstermine“, erfährt Landrat Jürgen Müller von Dr. Karsten Kölsch, Vorstandsmitglied bei der Ahlers AG in Herford. Kein Wunder also, dass etwa die Hälfte der Umsätze von Ahlers mit Jeans gemacht werden. Dafür werden am Tag 15.000 Jeans produziert und im Ahlers-Jeans-Lager an der Bielefelder Straße in Herford stets 600.000 Jeans für den Einzelhandel bereit gehalten. Die logistischen Prozesse für Produktion und Versand werden zentral von Herford aus gesteuert.

Die Ahlers AG als einer der größten deutschen börsennotierten Modehersteller ist mehr als 95 Jahre alt und hat ihren Sitz seit 1932 in Herford-Elverdissen. In Herford sind 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, weltweit arbeiten 2.000 Menschen für die AG.

In Herford ist die Verwaltung, hier werden Logistik und Qualitätssicherung gesteuert und hier sitzen auch Produktentwicklung und Kreativabteilung, die sich mit den Modetrends der kommenden Jahre beschäftigen.

Ob es Probleme gebe, Auszubildende zu finden, will Landrat Jürgen Müller wissen, denn bei Betriebsbesichtigungen tauche dieses Thema eigentlich immer wieder auf.

Bei Ahlers könne man sich tatsächlich noch die besten Bewerberinnen und Bewerber aussuchen, erklärt Karsten Kölsch, denn bei jungen Menschen, besonders auch Frauen sei die Modebranche sehr beliebt. Rund zwanzig junge Menschen werden aktuell bei Ahlers ausgebildet – fast alle werden übernommen. Zunehmend wird statt der klassischen Lehre auch ein duales Studium angeboten, weil das den Nachwuchs gut für das Management im Unternehmen vorbereitet und spätere Unterbrechungen der Berufstätigkeit durch angehängtes Studium vermeidet.

Auch die Fachkräfte fehlen in der Modebranche nicht, erklärt Kölsch, wohl auch, weil Ahlers mit seinen Kernmarken Pierre Cardin, Baldessarini und Otto Kern einen hohen Exportanteil habe und damit durch Internationalität auch für Führungskräfte sehr attraktiv sei.

Allerdings verschiebt sich der Absatzmarkt. Das Internetgeschäft boomt, immer weniger Leute kaufen in den Innenstädten - ein Rückgang von 5-10 Prozent sei dort zu verzeichnen. „Der typische Ahlers-Kunde kauft aber lieber im Einzelhandel und will exzellent beraten werden. Deswegen unterstützen wir den Einzelhandel bei der Präsentation unserer Mode, freuen uns aber auch über besondere Ideen und Aktionen des Einzelhandels, die das Einkaufen zum Erlebnis werden lassen und mehr Menschen in die Innenstädte ziehen“, erklärt Karsten Kölsch und erwähnt Positivbeispiele in Herford wie verkaufsoffene Sonntage, extra lange Donnerstage oder die Ladies Nights – Shoppingerlebnisabend extra für Frauen.

Altmann, Bauteile für Mess- und Regeltechnik in Herford

Im kommenden Jahr feiert das in Herford ansässige Unternehmen seinen 55. Geburtstag und blickt dabei auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück.

Trotz der jahrzehntelangen Geschäftstätigkeit ist die Altmann GmbH fast nur bei seinen Kunden und Partnern bekannt.

„Selbst manche Bewerber wissen nicht immer, was wir hier eigentlich herstellen“, erläutert die geschäftsführende Gesellschafterin Alexandra Altmann lachend und erklärt, dass hier sehr spezialisierte Präzisions-Bauteile für die Industrie hergestellt werden. Es sind Potentiometer, die beispielsweise als Steuerungsregler an Großküchenherden oder in Kränen zum Einsatz kommen.

Mit der hauptsächlich kundenspezifischen Produktpalette bewegt sich das Herforder Unternehmen in einer Nische und liefert individuelle Sensorik-Lösungen. Produziert werden Stückzahlen von 1 - 250.000.

45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in dem Unternehmen. Die Frauenquote liegt bei über 65%, denn in der Produktion geht es oft um sehr filigrane handwerkliche Tätigkeiten. In der eigenen Konstruktionsabteilung werden sowohl Spritzgusswerkzeuge als auch Montagevorrichtungen für den eigenen Bedarf konstruiert und im Werkzeugbau hergestellt. Hierbei handelt es sich um Schleiferfedern, deren Größe Bauteilen aus der Uhrenindustrie entsprechen, bis hin zu kompletten Gehäuseteilen.

Von der Bandbreite des Unternehmens zeigte sich Landrat Jürgen Müller bei der Betriebsbesichtigung besonders beeindruckt. Die betriebliche Ausbildung ist ein wichtiger Schwerpunkt im Unternehmen, da es keinen „Potentiometerwerker“ als Ausbildungsberuf gibt. Firma Altmann bildet daher in erster Linie für den eigenen Bedarf aus. Sie sind anerkannter IHK-Ausbildungsbetrieb in den Bereichen: Industriekaufleute, Fachkräfte für Montage- oder Zerspannungstechnik sowie Werkzeugmechanik.

Die unterschiedlichsten Branchen finden sich im Kundenstamm von Altmann: Sie kommen aus dem Segment Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie der Daten- und Sicherheitstechnik. Es gibt keine industrielle Branche, die nicht mit Altmann-Potentiometern ausgestattet werden könnte.

Eratex, Technische Textilien in Herford

Da staunte Landrat Jürgen Müller nicht schlecht, als er hörte wie viele  Produkte in einem der ältesten Unternehmen des Kreises bereits hergestellt wurden. Vor über 150 Jahren haben die Gebrüder Ernstmeier mit Stoffen für Verpackungen begonnen, schnupperten aber auch schon in die Textilveredelung von Arbeitskleidung, stellten später Bucheinbände her und stiegen außerdem in die Kunstlederfabrikation ein. Mit dem deutschen Reisepass und dem PVC-Kunstleder konzentrierte sich das Unternehmen u.a. auf die Ausweiseinbindung, aber auch auf die Stoffe für Autos, Kinositze oder andere Sitzmöbelbezüge.

Ab den 60er Jahren wurden auch Faltenbälge zum Schutz elektronischer Bauteile hergestellt – die Konzentration auf Schleifmittelträger begann. „Das Unternehmen hat sich immer wieder in neue Bereiche hineinentwickelt, doch was immer geblieben ist sind die Unterlagen für Schleifmittel. Immer schon waren wir Verfechter der Spezialisierung und die Nische hat letztendlich auch den Erfolg gebracht. Wir sind heute Weltmarktführer bei den Schleifmittelträgern“, erklärt Geschäftsführer Oliver Jackl.

Heute sind Schleifmittelträger das Kerngeschäft für Eratex, bedient werden ausschließlich Industriekunden. Das Gewebe wird in Herford so ausgerüstet, dass es als Schleifmittel für Metall, Glas oder Holz eingesetzt werden kann. Mehr als 1200 unterschiedliche Trägertypen finden sich im Programm. Im eigenen Entwicklungslabor arbeiten 8 Mitarbeiter. Die Produktion ist auf über 15,5 Millionen Quadratmeter Trägerstoff gestiegen, 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für das Herforder Unternehmen heute tätig.

Landrat Müller freute sich vor allem, dass er bei der Betriebsbesichtigung auf offene Ohren traf, was die Zusammenarbeit mit Hochschulen betrifft. Eratex kann sich grundsätzlich vorstellen, über das Technologie-Netzwerk „it's OWL“ eine Kooperation mit einer Hochschule einzugehen. In dem Spitzencluster bündeln Weltmarktführer im Maschinenbau aber auch der Elektro- und Elektronik- und Automöbelzuliefererindustrie sowie Spitzenforschungseinrichtungen ihre Kräfte. Das gemeinsame Ziel ist es, eine Spitzenposition der Region OWL im globalen Wettbewerb für intelligente technische Systeme zu erreichen.

Kemena, Logistikunternehmen in Löhne

Von rechts und links queren schnell und wendig Gabelstapler die Halle. Bis zu fünf sind es alleine in der neuen Halle – dort wo sich die Hochregale über 100 Meter lang ziehen. Es ist ganz ruhig - jeder hier weiß, was er zu tun hat. Unzählige Paletten werden in die 28 Hochregale verstaut – den Fahrplan gibt der Computer vor. Auf über 25.000 Quadratmetern Fläche gibt es alleine am Standort Löhne 70.000 Stellplätze für Palettensysteme – gefüllt mit Schrauben, Brettern oder aber ganzen Küchensystemen. In zwei weiteren Hallen befinden sich die sogenannten „Pufferhallen“, in denen das Logistikunternehmen KEMENA Lagerflächen seinen Kunden auch mal kurzfristig Kapazitäten bereitstellen kann.

Neben der Lagerlogistik gehören aber auch die Lieferung von Material, die Kommissionierung und auch die Qualitätskontrolle. „Es ist enorm, wie sehr sich die Logistik in den letzten Jahren verändert hat, hier wird quasi mundgerecht und sehr individuell angepasst “, staunen Landrat Jürgen Müller und Wirtschaftsförderer Michael Seggewiß. Und tatsächlich, in der Logistik vollzieht sicher derzeit ein Generationenwechsel  „Viele Firmen satteln um und geben beispielsweise die Logistik und die Kommission komplett ab, um sich auf die Produktion,  ihre Kernkompetenz konzentrieren können“, erklärt Geschäftsführer Dr. Timo Jording, der schon als Junge zwischen den Lagerregalen herumturnte, allerdings damals in einer ganz anderen Logistik-Generation: „ Es gab den klassischen Lagerverwalter, der genau wusste, wo alles steht. Aber wehe der war mal krank. Heute ist die Lagertechnik hochmodernisiert und sie garantiert sichere und kostenoptimierte Abläufe. Dadurch können wir uns auf Vielfalt konzentrieren. Das macht die Logistik für uns unglaublich spannend“.

Dabei werde vor allem auch auf die Ökobilanz geschaut, erzählt Alicia Jording, im Unternehmen unter anderem für die Auswertung der „Grünen Logistik“ zuständig. „Möglichst kein LKW soll leer fahren, die Transporte werden auf das geringste reduziert und der Bahnverkehr favorisiert“. Schon seit 1996 hat sich KEMENA deshalb einen direkten Zugang zum Zugstreckennetz gesichert.

Angefangen hat bei KEMENA übrigens alles mit der Kohle – vor 107 Jahren gründete Hermann Kemena eine Kohlenhandlung, dann gings über den Heizölhandel zur Bahnspedition hin zum Logistikallrounder. Vielleicht trägt auch die wechselvolle Geschichte des Löhner Familienunternehmens dazu bei, dass aus dem Logistikunternehmen ein spezielles Unternehmen für ganz komplexe Systeme wurde – mit dem Stammsitz in Löhne und einer Dependance in Gütersloh, insgesamt rund 240 Mitarbeiter werden beschäftigt.

Like a bird, Modeunternehmen in Löhne

Vor 10 Jahren hat sich Tanja Kliewe-Meyer aus Spenge selbstständig gemacht – sie hat es keinen Tag bereut und wer mit ihr spricht spürt sofort: Diese Frau brennt für ihr kleines Unternehmen. Davon haben sich Landrat Jürgen Müller und der Wirtschaftsförderer des Kreises, Michael Seggewiß,  jetzt ihr ganz eigenes Bild machen können. Sie haben die 44-Jährige studierte Bekleidungstechnikerin an ihrem Unternehmensstandort in Löhne besucht und staunten über die außergewöhnlichen Geschäftsideen der kreativen Geschäftsfrau.

Ihr Modeunternehmen „Like a bird“ setzt auf nachhaltige Mode. Die Marke steht vor allem für Rücksicht auf Umwelt und Mensch und überrascht mit ungewöhnlichen Innovationen, erklärt Kliewe-Meyer mit einem Augenzwinkern: „Wir sind wie Trüffelschweine – immer auf der Suche nach ausgefallenen aber auch hochwertigen Materialien. Wichtig ist auch, dass sich unsere Bekleidung gut und angenehm tragen lässt. “ Dazu gehören zum Beispiel Kleider aus Rosenfasern, Strickware aus nicht kratzender Alpakawolle, T-Shirts aus Abfällen der Kaffeeindustrie die eine natürliche deodorisierende und körperpflegende Eigenschaft in sich tragen oder – die neuste Kollektion – Bekleidung hergestellt aus recycelten Polyester aus Plastikabfällen des Mittelmeers.

Zweimal im Jahr wechselt das Modeunternehmen die Kollektionen – gestemmt von der Geschäftsführerin und nur 3 weiteren Mitarbeiterinnen. Produziert und genäht wird in Mazedonien und Italien – zu fairen Löhnen, versteht sich für Tanja Kliewe-Meyers von selbst: „Das gehört für mich alles zusammen. Ich stehe zu 100 % für Nachhaltigkeit und halte es für dringend notwendig, dass wir für Schonung und Erhalt der Umwelt sensibilisieren müssen. Ich bin auch überzeugt: Wer nachhaltig sein will, bekommt das recht schnell umgesetzt. Ich habe es ja selbst an mir und meinem Unternehmen erlebt.“

Landrat Jürgen Müller ist nach seinem anderthalbstündigen Besuch begeistert von dem Modeunternehmerin.“ Ich finde es bemerkenswert, wie viele kreative Ideen hier schon umgesetzt wurden und wie viele Ideen noch in dieser Frau schlummern. Ich wünsche mir mehr solcher energiegeladenen Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer für den Kreis Herford – denn sie sorgen für ordentlich Elan und echten Unternehmergeist.“

Pharma-K, Pharmaunternehmen in Löhne

„Man muss die richtigen Menschen zusammenbringen, dann kann man Dinge bewegen – manchmal auch ganze Berge“, sagt Christel Röttinger und meint damit auch ihre Kollegen Vera Ewert und Nils Eickmeier – gemeinsam bilden sie die Geschäftsführung  der  Pharma K Medical GmbH. Landrat Jürgen Müller erfährt einiges über die  Aufgaben des  Unternehmens: dazu zählen sämtlichen Facetten des Vertriebs von Arzneimitteln und Medizinprodukten, außerdem Marketingmanagement und Strategieberatung.

Pharma K ist mit der Gründung im Jahr 2011 noch ein junges Unternehmen, das sich allerdings auf die langjährige Pharma-Erfahrungen der Geschäftsführung stützen kann. Über 40 Festangestellte und 240 freiberufliche Mitarbeiter sind für den Arzneimittelvertrieb im Einsatz – ab 2018 ist sogar ein eigenständiger Außendienst geplant, um noch attraktiver für Hersteller zu werden. Vor allem Impfstoffe wie der momentan aktuelle Grippeimpfstoff sind bei Pharma K ein wichtiges Thema – seit August 2016 wird zusätzlich das erste eigene Produkt angeboten, um sich noch breiter aufzustellen.

Generell ist der Pharmabereich im ständigen Wandel und wird von den großen Pharmakonzernen („Big Pharma“) beherrscht – deshalb ist es keine Selbstverständlichkeit, dass das junge Unternehmen aus Löhne sich dort etablieren konnte. „Mittlerweile haben wir uns einen Namen gemacht und werden auf dem Markt wahrgenommen – und zwar deutlich!“ erwähnt Nils Eickmeier stolz. Da er und Vera Ewert aus Löhne stammen, wurde dort auch der Standort für Pharma K auserkoren, erfährt Landrat Jürgen Müller.

Man möchte sich auch bei der Arbeitsatmosphäre von den Großkonzernen abgrenzen – moderne Arbeitsplätze und ein nach Feng-Shui-Prinzipien ausgerichtetes Umfeld gehören für Vera Ewert dazu: „Hier passiert alles mit dem Kopf. Ein schönes Umfeld für unsere Mitarbeiter und die Inspiration und Kreativität zu fördern ist uns sehr wichtig. Es sollen ja alle gerne zur Arbeit kommen!“